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Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, dem 27.01.2016, nahm ein Vokalensemble unserer Schule an der Gedenkfeier am Neu-Ulmer Friedhof teil. Dieses rahmte eine vielbeachtete Rede des Schülers Ole Girod musikalisch ein.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Seit dem 27. Januar 1945 hat es in diesem Land eine Erneuerung gegeben, eine Erneuerung, auf die wir zurecht stolz sein können, die jedoch auch stets aufs Neue – und heute mehr denn je –  verteidigt und ausgebaut werden muss.
Werfen wir einen Blick zurück auf den Ausgangspunkt, den 27. Januar, an dem das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde. An diesem Tag befreiten sowjetische Truppen einen Ort, an dem weit mehr als ein Million unschuldige Menschen, Männer, Frauen, Kinder, aus purem Rassenwahn systematisch ermordet wurden. Sie gehörten angeblich anderen Rassen an, es waren größtenteils Juden sowie Sinti und Roma, und als solche wurden sie als gefährlich angesehen. Ihre Ermordung galt – um ein heutiges Unwort zu verwenden – als alternativlos. Auschwitz, das gilt heute als Symbol für den schwärzesten Abgrund der deutschen Geschichte, den Holocaust, aber auch für die Schuld von hunderttausenden Deutschen, die direkt daran beteiligt waren, die Mitschuld von Millionen anderer Deutscher durch Mitwisserschaft und schließlich für unsere Verantwortung, mit dieser Geschichte umzugehen.
Unsere erste Verantwortung ist niemals zu vergessen und niemals zu relativieren. Dies ergibt sich schon allein aus Respekt vor den Ermordeten und ihren Angehörigen. Unsere zweite Verantwortung ist zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, in einem Land der Dichter und Denker, der Erfinder und Unternehmer, das viel zu zivilisiert erschien, als dass jemals ein solches Verbrechen aus ihm hervorgehen könnte. Unsere letzte Verantwortung ist es schließlich, den Anfängen ähnlicher Entwicklungen in der Gegenwart zu entgegenzutreten, nicht nur durch Gesetze, staatliche Institutionen und feierliche Reden an Gedenktagen, sondern  auch durch Zivilcourage im Alltag, als einzelne mündige Bürger unserer Demokratie.
Seit vielen Jahrzehnten hat es nun schon in diesem Sinne eine Erneuerung in unserem Land gegeben. Eine Erneuerung, die einem im Kontrast mit dem nationalsozialistischen Weltbild schon an den Gesichtern unseres politischen Führungspersonals ins Auge fällt: Eine Frau ist Bundeskanzlerin, eine andere Verteidigungsministerin, ein körperlich Behinderter ist Finanzminister, der Amtsvorgänger des Außenministers war bzw. ist homosexuell, der frühere Gesundheitsminister war ein Adoptivkind aus Vietnam. Deutschland ist ein tolerantes Land geworden, ausgesöhnt und eng verflochten mit seinen europäischen Nachbarn, ein Einwanderungsland, reich an Kulturen und selbst die jüdische Kultur hat hier wieder neue Wurzeln geschlagen, wie unter anderem zu sehen an der neuen Synagoge in Ulm. Darauf können wir stolz sein.
Es gilt aber auch – und nun komme ich auf die Verantwortung des Verstehens und des Einstehens für unsere Werte zu sprechen – diese Errungenschaften der Erneuerung zu verteidigen. Denn heute – wie damals – greift durch die Flüchtlingskrise eine Angst vor Veränderung und vor dem Fremden um sich. Laut dem Psychiater Bandelow steckt diese archaische Urangst vor dem Fremden in jedem von uns, bei ungebildeten wie gebildeten Menschen gleichermaßen, und diese kann auch aktiviert werden. Sieht man sich um, so bemerkt man, dass diese Urangst nicht nur aktiviert, sondern vielmehr  instrumentalisiert wird von Demagogen, die daraus Hass schmieden, von Donald Trump in den USA über den Front National in Frankreich, das nationalkonservative Polen und das autoritäre Ungarn, bis hin zu Pegida in Deutschland. Gerüchte und gefährliche Halbwahrheiten werden vor allem in Internet gezielt verbreitet und mit unsäglich hasserfüllten Kommentaren versehen, bis hin zum Aufruf zum Mord. Es ist kaum vorstellbar, welche Aussagen heutzutage im Netz gemacht werden, so wie es damaligen Beobachtern kaum vorstellbar war, dass das, was Hitler sagte, ernst zu nehmen sei oder im zivilisierten Deutschland immer mehr Anhänger fände. Die sozialen Netzwerke verstärken heute bei vielen eine verzerrte Wahrnehmung, die bald nichts mehr mit der Realität zu tun hat. Was nicht zu diesem Weltbild passt, ist für nicht wenige inzwischen ein Produkt der sogenannten Lügenpresse, ein Begriff den übrigens auch die Nazis schon nutzten. Seit den Vorfällen in Köln greifen Stereotype, dass für „den Araber“ jede Frau Freiwild sei um sich, die seltsam denen der Dreißiger und Vierziger Jahre gleichen, nach denen der Jude den ehrbaren deutschen Frauen nachstelle. Die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes klingen seltsam ähnlich einem Buchtitel des 19. Jahrhunderts, der da hieß: Die Verjudung Deutschlands und der Weg zur Rettung. Die jüdische Weltverschwörung damals und die angeblich drohende Eroberung Europas durch Muslime heute – wahlweise durch den IS oder durch die höhere Geburtenrate von Muslimen – weisen auffällige Gemeinsamkeiten auf. Was all diesen Parolen gleich ist, ist zum einen die rassistische Verallgemeinerung. Zum anderen ist es eine Erlösungs-Sehnsucht, die danach  verlangt, einen Sündenbock zu benennen, mit dem, wenn einmal in die Wüste gejagt, das Land augenblicklich wieder in einen harmonischen Zustand zurückfallen würde. Beides ist natürlich so einfach wie falsch.

Es ist zugegebenerweise heutzutage weitaus schwieriger, ja ein Akt der geistigen Selbstverteidigung, sich bei der Flut an Information und Desinformation ein differenziertes Bild zu machen. Dennoch müssen wir  – gerade als Zivilgesellschaft – weiter differenzieren, wir müssen hinterfragen und wir müssen widersprechen. Es ist mühsam und erfordert Mut von jedem Einzelnen. Aber es hat in diesem Land eine Erneuerung gegeben. Meine Damen und Herren, lassen Sie uns diese Erneuerung verteidigen.

Romfahrt Klasse 9a/b 06.03.2016 – 12.03.2016

Nach langem Warten war es endlich so weit, alle Lateinschüler der Klassen 9a und 9b machten sich mit großen Erwartungen auf den Weg nach Rom. Am Sonntag den 06.03.2016 trafen sich 29 Schüler/-innen mit Frau Fladerer und Herrn Kerscher um 17 Uhr am Hauptbahnhof in Ulm.

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Romfahrt 2016

Mit dem ICE ging es dann nach München und von dort aus weiter in einem Liegewagen (wobei an Schlaf nicht viel zu denken war) weiter nach Rom, wo wir am Montagmorgen kurz nach 9 Uhr angekommen sind.
Leicht übernächtigt machten wir uns vom Roma Termini auf zu einem kurzem Boxenstopp in unserem Hotel Bolognese, um unsere Koffer abzustellen.

Ohne weitere Verschnaufpause starteten wir voll motiviert in unser großes von Herrn Kerscher erstelltes Sightseeing-Programm.

Unser großes Kirchenspecial starteten wir in Santa Maria Maggiore. Danach ging es zu Santa Prassede, um anschließend in San Pietro in Vincoli die Ketten, mit welchen Petrus gefesselt war, und die berühmte Mosesstatue des Michelangelo zu besichtigen. Weiter ging es zum Kolosseum, wo wir unser erstes Gruppenbild gemacht haben. Auf Herrn Kerschers Ansage ging es dann weiter zum Palatin und danach zum Forum Romanum, von dem wir im Lateinunterricht schon so viel gehört hatten. Danach beschlossen wir den Besichtigungstag auf dem Kapitol mit Santa Maria in Aracoeli. Nun ging es endlich zum Relaxen in ein Café, von dem aus wir auch die Aussicht auf historische Bauwerke genießen konnten.

Nach der Rückkehr zum Hotel ging es an die Zimmerverteilung und danach durften wir uns endlich ins italienische Nachtleben und noch viel wichtiger, mit Frau Fladerer und Herrn Kerscher, in die italienische Küche stürzen (Insidertipp!!!).

Am zweiten Tag starteten wir bei der Piazza Barberini, es ging weiter zum Quirinalspalast und dann zum Trevi –Brunnen. Dort haben wir alle, um wieder nach Rom zurückzukehren, eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter geworfen. Weiter ging es zur Piazza Colonna mit der Marc-Aurel-Säule, bei welcher gerade eine Demonstration stattfand, anschließend zur Santa Maria sopra Minerva, um dann nach einer ausgiebigen Besichtigung des Pantheon bei einem kurzem Mittagessen zu entspannen. Nächster Stopp war die Piazza Navona mit dem berühmten Vier-Ströme-Brunnen. Weiter ging es über die Engelsbrücke zur Engelsburg. Mit einem kurzen Abstecher über den Petersplatz ging es dann in einem wohlverdienten Feierabend mit Pizza und Pasta und………….!

Den dritten Tag begannen wir mit der Besichtigung des Petersdom inklusive Krypta und der Kuppel mit Aussicht über ganz Rom. Danach vergnügten wir uns stundenlang im Vatikanischen Museum mit der Sixtinischen Kapelle, wo das Gemälde „Das Jüngste Gericht“ zu besichtigen ist. Den Tag beendeten wir mit einem Nachtspaziergang vom beleuchteten Trevi-Brunnen über die Spanische Treppe, die leider wegen Bauarbeiten abgesperrt war, bis zur Piazza del Populo. .

Den vierten Tag starteten wir mit St. Paul vor den Mauern und San Giovanni in Laterano, weiter ging es über die Überreste des Circo Massimo zur Bocca della verita. Nach einem kurzen gemeinsamen Mittagessen bei Mc Donald`s (jeder braucht mal Abstand von der italienischen Kultur) besuchten wir noch die Kapitolinischen Museen. Am Abend ging es dann zu einem Nachtspaziergang zu Santa Maria in Trastevere.

Am letzen Tag hatten wir noch Santa Maria della Vittoria, die Kapuzinergruft (gruselig!) und Santa Maria degli Angeli, eine ehemalige Therme , die von Michelangelo zu einer Kirche umfunktioniert worden war , auf dem Programm. Anschließend durfte ab 11 Uhr jeder Rom nach seinen eigenen Vorstellungen bei 23°C und strahlendem Sonnenschein genießen( Gelati!!!).

Nach einem gemeinsamen Abschlussessen im Ristorante Elettra holten wir unser bereits gepacktes Gepäck und ab ging es zum Termini zur Rückfahrt (leider L )!

Aufgrund des Schlafmangels einer Woche verlief die Rückfahrt um einiges ruhiger als die Anreise und wir kamen am Samstagmorgen mit 90 Minuten Verspätung erschöpft aber glücklich und zufrieden wieder in Ulm an.

Herr Kerscher, Frau Fladerer, vielen Dank für die unvergessliche Woche mit viel Freiheit und Vertrauen und mit vielen neuen kulinarischen und sonstigen Eindrücken. Ich glaube wir wären auch alle zwei oder sogar drei Wochen geblieben!!!

Sina Karletshofer

Ende Juli fand der erste UNESCO-Projekttag statt. In allen Klassen wurden interkulturelle Aktionen oder Workshops durchgeführt wie z.B. Tango, Spanische Tapas usw.

Vom 16.02. bis 19.02.2016 verbrachten knapp 80 Schülerinnen und Schüler sowie sieben Lehrkräfte drei wunderschöne Tage und Nächte in Tulfes (bei Innsbruck). Nächstes Jahr geht es nach Oberstdorf!

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kurze Pause
Schnee gibt es sicherlich noch nicht - aber bald!
Schnee gibt es sicherlich noch nicht – aber bald!
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Skifahrer über dem Nebelmeer 🙂
Massenandrang auf der Piste ;-)
Massenandrang auf der Piste 😉

Im Rahmen des Schüleraustauschs mit der Super Global Highschool in der Provinz Hokkaido / Japan verbrachte eine Gruppe japanischer Schüler zwei Tage bei ihren Austauschpartnern am BvSG.

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Unsere japanischen Gäste mit ihren Gastgebern aus der Q11

Die neuntägige Studienreise durch Deutschland stand unter dem Motto „Landwirtschaft und gesunde Ernährung“. Vom 13. bis zum 15. Oktober machten die Schüler aus Akebi in Nordjapan Station bei Elftklässlern des BvS und ihren Familien.

Die Gäste besuchten an einem Vormittag mit ihren Austauschpartnern den Unterricht und informierten in einer Unterrichtsstunde alle Schüler der 9. Jahrgangsstufe über ihre Schule und das Schulleben, aber auch über ihr Zuhause und die Essgewohnheiten in Japan.

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Birgit Fürst, Organisatorin des Austauschs und ehemalige Schülerin am BvSG, übersetzte die Präsentation vom Japanischen ins Deutsche.

 

Auch die Freizeit kam nicht zu kurz: Die Innenstadt von Ulm sowie eine Besteigung des Münsterturms standen auf dem Programm. Laut Schülern waren diese zwei Tage eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung.

 

Auftakt der Workshopreihe am Bertha-von-Suttner Gymnasium am 11.11.16

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Video zum Workshop

Unter dem angekündigten ,,TTIP-Vortrag“ haben wir 10.-Klässler des Bertha-von-Suttner Gymnasiums in Pfuhl/Neu-Ulm uns einen unerträglich langen und trockenen Vortrag von einem alten, eingerosteten Politiker vorgestellt. Man war zwar froh, dass dadurch einige Schulstunden ausfielen, hatte aber trotzdem recht wenig Lust an einem Freitag bis 14:30 Uhr in der Schule zu sitzen. Im Nachhinein jedoch haben sich diese vier Stunden, die wir mit dem Team der Europäischen Akademie Bayern, vertreten durch Dominik Tomenendal und Pamina Oestreicher, verbracht haben, auf jeden Fall gelohnt.

Nachdem unsere Rektorin Jutta Gruber alle recht herzlich willkommen geheißen hatte, begrüßte uns auch Birgit Schmitz-Lenders und erklärte kurz, was uns in diesem Workshop erwarten würde. Sie war als Vertretung für Frau Dr. Beate Merk gekommen, da diese leider verhindert war. Anschließend an die Videobotschaften von Frau Dr. Merk und Herrn Menze, einem Vertreter der Europäischen Kommission, die uns weiter über die Gründe und Intentionen dieser Workshopreihe informierten, wurden alle Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt und damit begann der eigentliche Workshop.

Europa und Amerika sind verbunden durch langjährige Handelsbeziehungen. Diese Verbindung sollte eigentlich durch TTIP gestärkt werden, was jetzt, nach dem Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA, allerdings sehr ungewiss ist. Dass das Handelsabkommen eventuell nicht zustande kommt, wird nicht viele „Normalbürger“ traurig stimmen, Wirtschaftler und Politiker wahrscheinlich schon. Auch unter uns Schülern waren vor allem die unterschiedlichen Standards, die die Lebensmittel betreffen, ein Grund eher gegen TTIP zu sein.

Bevor wir allerdings darüber diskutierten, unterhielten wir uns über europäische und amerikanische Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Wir wurden über Europa hinsichtlich Geographie, Kultur und Politik aufgeklärt und konnten in einem kleinen Gruppenspiel, das darin bestand, ein Europa-Puzzle zusammenzusetzen und alle Länder zu benennen, unsere Kenntnisse beweisen.

Nach einer kurzen Mittagspause kamen wir dann auf die Präsidentschaftswahl zu sprechen. Welche Auswirkungen wird der Sieg Donald Trumps auf Europa haben, sowohl wirtschaftlich als auch politisch? Es war sehr interessant einmal Einschätzungen von einem Fachmann bzw. einer Fachfrau zu hören und nicht schon wieder nur panikbringende Horrorvorhersagen wie im Internet oder im Fernsehen vorgesetzt zu bekommen. Durch die gemeinsame Diskussion über das Thema konnten sich alle Schüler beteiligen und ihre persönlichen Meinungen einbringen. Bei diesem Projekt handelt es sich wahrlich nicht einfach um eine ermüdende Vortragsreihe. Die Schüler können aktiv am Lernen der Grundsätze der EU, der Relevanz unserer Handelsbeziehungen und der wirtschaftlichen Auswirkungen politischer Änderungen teilnehmen. Abschließend lässt sich sagen, dass man die Veranstaltung eventuell etwas kürzen sollte, sie aber eine Möglichkeit ist Wirtschaft und Geographie an der Schule einmal anders, realitätsbezogener und vor allem aktueller zu gestalten.

Melanie Wolf, Klasse 10 c

 

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„Nata“ von der Dance-Academy Neu-Ulm begeisterte die Mädchen der Jahrgangsstufen 5-10 mit diversen Choreographien aus dem Bereich des Modern Dance. Die Schülerinnen waren nicht nur begeistert, sondern auch von Kopf bis Fuß voll gefordert. Koordination, Kondition und Freude an schnellen Bewegungsabläufen mit flotter Musik waren angesagt.

DANKE, liebe Nata   –     DANKE, liebe Stefanie!

Der freie Rezitator Gerd Berghofer liest Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert für die 10. Jahrgangsstufe.

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Gerd Berghofer absolviert 150 Auftritte im Jahr, die Hälfte davon an Schulen. Am Bertha-von-Suttner Gymnasium trug der Vortragskünstler dieses Mal für die Schüler und Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert vor.

Der Schriftsteller Borchert lebte von 1929 bis 1947 und gilt als Vertreter der Trümmerliteratur. Für die Schüler heute erscheine Borchert zunächst also „weit weg“, seine Erfahrungen jedoch seien auch heute überall dort aktuell, wo Krieg herrscht. Eindrucksvoll und anschaulich beschreibt Gerd Berghofer das kurze Leben des Autors und die psychischen und physischen Qualen, die dieser als Soldat im 2. Weltkrieg erlitt. Borchert überlebt, flieht aus der Kriegsgefangenschaft und kehrt verwundet und krank 1946 zu Fuß in seine Heimatstadt Hamburg zurück, wo alles in Trümmern liegt. Aus diesen Erlebnissen entstand das Hörspiel „Draußen vor der Tür“, welches einen Tag nach Borcherts Tod im November 1947 als Theaterstück uraufgeführt wird und ihm großen Erfolg beim Publikum beschert.

Das Gesamtwerk des Schriftstellers passt wegen seines frühen Todes in ein Buch, aus dem Gerd Berghofer vier Kurzgeschichten vorliest. Die ersten drei sind allesamt im Krieg verortet und schwere Kost. In „Mein bleicher Bruder“ übt ein Leutnant Rache an einem seiner Soldaten, wodurch dieser zu Tode kommt. Die einigen Schülern bekannte Kurzgeschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“ erzählt von einem Jungen, der in den Trümmern seines Wohnhauses seinen verschütteten kleineren Bruder vor Ratten beschützt. „Die drei dunklen Könige“ schließlich ist eine in die Nachkriegszeit übertragene Weihnachtsgeschichte, in der drei Kriegsheimkehrer am Weihnachtsabend einem Neugeborenen und seinen Eltern alles schenken, was sie besitzen: Tabak, einen selbst geschnitzten Esel aus Holz und zwei Bonbons.

Die vierte Geschichte mit dem Titel „Schischyphusch oder Der Kellner meines Onkels“ ist aus dem Frühwerk Borcherts und trotz des eigentlich tragischen Hintergrunds so humorvoll geschrieben, dass die nachdenkliche und etwas düstere Stimmung sofort verflogen ist. Mit dem Text hat der Autor seinem geliebten Onkel ein Denkmal gesetzt, der auf Grund einer Kriegsverletzung einen Sprachfehler hat und „s“ nur als „sch“ aussprechen kann. Er trifft in einem Café auf einen Kellner mit dem gleichen Sprachfehler, was zunächst zu Missverständnissen und Streit führt, jedoch in eine mit vielen Schnäpsen besiegelte Versöhnung mündet.

Beim Rezitieren dieser Geschichte wird die Vortragskunst Berghofers besonders deutlich: Er lispelt, zischt, ereifert sich und gestikuliert so überzeugend, dass die Heiterkeit sofort auf die Schüler übergreift. Deren Kommentare nach der Lesung: „Düster“, „witzig“, „interessant“ und „sehr beeindruckend“!

 

Wohin fließt der Erlös aus dem Weihnachtsbasar? Die Schüler der 5. Klassen wurden darüber vom Leiter unserer Partnerschule in Bolivien sehr eindrucksvoll informiert.

Besuch aus Bolivien am BvSG

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13 000 km weit entfernt liegt das Land, in dem sich die Partnerschule des BvSG befindet, die mit dem am Weihnachtsbasar eingenommenen Geld unterstützt wird. Frank Weber lässt die Schüler in seinem Vortrag dieses Land, Bolivien, erst einmal auf dem Globus verorten und tatsächlich schaffen die Kinder es gemeinsam, alle fünf angrenzenden Länder benennen.

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Sehr anschaulich vermittelt Frank Weber den Fünftklässlern, was ihn vor mehr als 30 Jahren veranlasste, in Bolivien zu bleiben. Als Student reist er nach Cochabamba, einer Stadt mit knapp 700.000 Einwohneren, und erlebt dort, wie viele Kinder auf der Straße leben. Er erzählt, wie er eines Tages beschließt, das Schicksal der Straßenkinder zu teilen und für vier Monate mit ihnen ohne Obdach zu leben.

Anschließend kauft er ein altes Haus und renoviert dieses gemeinsam mit den Straßenkindern. Nach zwei Jahren haben dort 37 ehemalige Straßenkinder ein Dach über dem Kopf. Im Jahre 1988 folgt die Gründung einer Schule, dem Centro Educativo Richard-von-Weizsäcker, der ersten und einzigen Privatschule für Kinder aus sozial schwachen Familien, die mittlerweile um die 700 Schüler besuchen.

Das Bertha-von-Suttner Gymnasium unterstützt seine Partnerschule in Bolivien auch in diesem Jahr mit dem am Weihnachtsbasar eingenommenen Geld. Für Freitag, 9.12.2016, haben die Schüler sich einiges einfallen lassen, um die Besucher des Basars zu unterhalten und zu verköstigen. Von 14.30 bis 17.30 kann man nicht nur Weihnachtsbasteleien, von Schülern selbst gefertigte Taschen und Plätzchen kaufen, sondern sein Glück auch bei einer Tombola versuchen.

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Wir gratulieren! Dieses Jahr fand wie immer im Dezember der Schulentscheid um den besten Leser der 6. Jahrgangsstufe statt. Bereits nach der ersten Leserunde mit einem selbst gewählten Text zeichnete sich ab, wer aus diesem Vergleich der Klassensieger aufgrund der Kriterien Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl die besten Aussichten auf den ersten Platz hatte. Nick Malthan aus der 6a überzeugte die Jury auch in der zweiten Runde mit dem unbekannten Text „Der schwarze Karfunkel. Der Geist von Zweiseelen“ von Wieland Freund. Mit einer souveränen Abgeklärtheit gestaltete der Schüler die Vorgänge um die Begegnung der Hauptperson mit den unbekannten Mächten und hielt die Zuhörer in Atem. Die anschließende Siegerehrung nahm die Schulleiterin Frau OStDin Gruber vor. Nach Würdigung aller Klassensieger lobte sie die eindrucksvolle Darbietung von Nick Malthan, dem sie als Anerkennung eine Urkunde und einen Lesegutschein überreichte. Wir wünschen dem Schulsieger für die nächste Leserunde viel Erfolg!

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Deutschland im Weihnachtsmarktfieber…… und die Franzosen sind voll dabei…..

 

Sichtlich beeindruckt waren die 25 Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule JeanXXIII über die Vielzahl der Weihnachtmärkte, die sie während ihres Aufenthaltes vom 5. bis 15. Dezember hier kennenlernen durften. Ulm, Stuttgart, Nürnberg und München, vier Städte, deren Weihnachtmärkte weit über die Region hinaus bekannt sind.

 

Selbstverständlich standen auch kulturelle, geschichtliche und landeskundliche Punkte auf dem reichhaltigen Programm. Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, Olympiagelände und BMW-Welt in München, Schloss Neuschwanstein, Wieskirche, Asamkirche….. wer dies gesehen hat, kann guten Gewissens sagen, dass er in Süddeutschland war.

 

Großes Interesse weckt auch immer wieder der Besuch der Synagoge und des pädagogisch gut aufgearbeiteten Schulmuseums in Ichenhausen.

 

Und dann natürlich die Unterrichtsbesuche. Wie lernt man hier Englisch, Französisch, Mathematik, Physik und all die anderen Fächer? Was ist anders in Deutschland? Irgendetwas ist angeblich anders bei uns – was immer es auch sein mag, die französischen Austauschpartner waren beeindruckt von der Atmosphäre an unserer Schule.

 

Auch das Hineinschnuppern in einen deutschen Familienalltag ist natürlich von enormer Wichtigkeit bei einem Schüleraustausch. Maultaschen, Schnitzel, Körnersemmel, Hausschuhe, Pünktlichkeit….. so sind sie halt nun mal die Deutschen……

 

Dann sind wir mal gespannt, was uns im Mai im westlichen Zipfel Nordfrankreichs erwartet. Ist es wirklich das zu jeder Tageszeit präsente Baguette? Sind es wirklich die Austern? On verra…..

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Steckbrief

 

Haben sie eine private Verbindung zu den Pfuhler Turnern oder waren sie rein beruflich bei dem Wettkampf [Wir waren bei einer Veranstaltung auf sie aufmerksam geworden]?
„Dadurch, dass ich früher selbst geturnt habe, schaue ich auch heute noch ab und zu bei den Turnern vorbei. Es war mir deshalb auch ein Anliegen, mich bei dem Neubau der Turnhalle in Pfuhl zu engagieren.“

Was waren Ihre Beweggründe, in die Politik zu gehen?
„Politik empfand ich früher eher als unattraktiv.
Jedoch kam ich, während meines Jobs als Schülersprecherin, zu dem Schluss, dass Politik nichts anderes sei, als sich zu engagieren und zu verhandeln.“

Wollten Sie schon immer etwas mit Politik machen?
„Ich wollte eigentlich immer Nachrichtensprecherin werden, entschied mich dann dazu, Volkswirtschaftslehre zu studieren. Somit bin ich eher als Quereinsteiger in der Politik gelandet“

Mit welchen Erwartungen sind Sie in die Politik gegangen und welche davon haben sich erfüllt?
„Meine  Erwartungen waren: Etwas zu lernen sowie die Politik zu verstehen und zu erleben.
Ich bin der Meinung, dass man nach ein paar Jahren vielleicht enttäuscht ist, wenn die eine große Sache in Erfüllung gegangen ist. Ich freue mich deshalb vor allem auch über die kleineren Dinge, wie z.B. die Versetzung eines Briefkastens oder auch die Digitalisierung der Verwaltung im Heimatort. Jedoch hoffe ich noch auf ein gerechteres Rentensystem, bei dem die jungen Leute weniger belastet werden. Da möchte ich mich gerne einbringen.“

Warum sind Sie zur CSU gegangen?
„Mir  hat die Idee dahinter gefallen, vor allem, dass die CSU doch eine breite Schicht der Bevölkerung vertritt. Außerdem empfand ich, dass  man dort ein gutes Mittelmaß zwischen Leistung und Gerechtigkeit vorfindet. Ich bin der Meinung, dass man einer starken Partei beitreten muss, wenn man etwas bewegen und umsetzen will.“

Was sind Ihre Aufgaben im Bundestag? (Mitglied seit 2013)
„Ich bin in zwei Ausschüssen, nämlich im Ausschuss für Angelegen-heiten der europäischen Union und im Ausschuss für Bildung und Forschung. Außerdem vertrete ich die junge Politik (unter 35).“

Hatten Sie schon des Öfteren Kontakt mit Angela Merkel? Was schätzen Sie
an ihr?

„Sie ist verrückt! (Anm: im absolut positiven Sinne).
Denn sie ist eine wahre ‚Vollblut- Politikerin‘, die sich für ihr Land bedingungslos einsetzt. Außerdem ist sie sehr klug und intelligent.“

Was halten Sie von den derzeitigen  Spannungsverhältnissen der CSU und der CDU?
„Ich finde die Spannungsverhältnisse sehr bedauerlich. CSU und CDU sind, wie in einer Ehe, immer Hand in Hand gegangen. Ich hoffe, dass die Krise bald vorbei ist.“

Sehen Sie die momentane Flüchtlingssituation als Krise an?
„Die momentane Flüchtlingssituation sehe ich nicht als Krise. Sie ist vielmehr eine riesige Herausforderung, die nicht so leicht zu bewältigen sein wird. Es wird eine Langzeitaufgabe sein, die Flüchtlinge in unsere Gesellschaft zu integrieren.“

Was genau möchten Sie mit der Jungen Union erreichen?
„Ich möchte für die Politik werben und jungen Leuten zeigen, dass Politik auch mit Spaß verbunden werden kann.“

Was genau machen Sie in der Jungen Union?
„Ich bin stellvertretende Bundesvorsitzende und organisiere kleinere Demos oder auch einen digitalen Wahlkampf.“

War es etwas Besonderes für Sie, als erste Frau zur Landesvorsitzenden der Jungen Union gewählt worden zu sein?
„Ja, denn ich bin der Meinung, dass es an der Zeit war, dass auch eine Frau in dieses Amt gewählt wird.“

Warum verzichteten Sie im Oktober 2013 auf eine erneute Kandidatur für den JU-Landesvorsitz?
„Da ich für den stellvertretenden Bundesvorsitz nominiert wurde, lehnte ich die Kandidatur zum Landesvorsitz ab. Zudem hat sich nicht alles erfüllt und auch kritische Stimmen, die jedoch ausgeräumt wurden, brachten mich zu dem Entschluss. Außerdem ist es ein Vollzeitjob, bei dem ich von vornerein wusste, dass ich mich am Ende wohl überarbeiten würde.“

Warum sollte Ihrer Meinung nach das Wahlalter herabgesetzt werden?
„Ich bin nicht dafür, dass das Wahlalter herabgesetzt wird, da schon viele der jungen Wahlberechtigten nicht wählen gehen.“

Was sagen Sie zu den Themen TTIP und CETA?
„Ich bin definitiv für die Handelsabkommen, da sie den Welthandel in vielen Kategorien einbeziehen. Vor allem können sie den Handel durch die Anwendung gemeinsamer Standards vereinfachen.

Wie sieht ein normaler Tag bei Ihnen aus?
„Es gibt einmal die Sitzungstage in Berlin. Da stehe ich um 5:30 Uhr auf, sitze um 7:00 Uhr im Büro und bin meist nicht vor 23:00 Uhr zuhause. Dann gibt es die Wahlkreistage, an denen ich Interviews, Veranstaltungen oder Sitzungen habe. Samstags habe ich dann oft Konferenzen. Den Sonntag versuche ich ohne Politik zu verbringen. Jedoch klappt das meistens nur an einem von 4 Sonntagen.“

Lässt Ihr Beruf noch Zeit für Hobbys?
„Nein, eigentlich nicht. Aber ich bin der Meinung, dass man sich trotzdem die Zeit nehmen muss. Meistens unternehme ich dann etwas mit der Familie und dem Hund, lese oder mache Sport.“

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
„Ich habe noch keine konkreten Pläne. Aber ich bin mir sicher, dass ich immer noch in Neu-Ulm leben werde und mich weiterhin politisch engagieren werde.“
Vielen Dank, dass Sie sich so viel Zeit für uns genommen haben.

Vom 09. bis 10.11.2017 findet das alljährliche Klassensprecherseminar in Babenhausen statt.

In zahlreichen Workshops werden die neuen Klassensprecher auf ihre Aufgaben vorbereitet und die SMV-Aktionen des aktuellen Schuljahres geplant. Programm und Eindrücke des Seminars folgen in Kürze.

Maren Greiner und Nina Linder haben beim Landeswettbewerb Mathematik des bayrischen Kultusministeriums einen 3. Preis erzielt, Kristina Urban gelang sogar ein 1. Preis. Vier mathematische Aufgaben waren zu lösen, deren Schwierigkeitsgrad weit über das übliche gymnasiale Niveau hinausgeht. Die drei jungen Mathematikerinnen des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums zeigten mit ihren Lösungen zu den vier Aufgaben der 1. Runde, dass sie mathematische Denk- und Arbeitsweisen gründlich beherrschen.

Insgesamt stellten sich 1100 Teilnehmer aus den etwa 400 bayerischen Gymnasien der mathematischen Herausforderung.

Alle ersten und zweiten Preisträger sind für die Endrunde mit noch schwierigeren Aufgaben qualifiziert. Wer auch diese erfolgreich bearbeitet, gehört zu den Landessiegern. Wir wünschen Kristina Urban dabei viel Erfolg.

Nina Linder, Maren Greiner, Kristina Urban

MdB Dr. Karl-Heinz Brunner

Interview mit Daria Unseld und Erika Ebel u.a. über die Kanzlerkandidatur, Trump und AfD und SPD.

Steckbrief

Interview mit MdB Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD)
Warum sind Sie Politiker geworden, oder warum haben sie den Beruf Politiker gewählt?

Ich habe nicht den Beruf gewählt. Ich bin Politiker geworden, weil ich ein Mensch war, der etwas verändern wollte. Und verändern kann man diese Gesellschaft, kann man dieses Land nur, wenn man an den Entscheidungsstellen sitzt. Und die Entscheidungsstellen sind: Ganz unten der Gemeinderat, und ganz oben der Bundestag. Und weil ich mitentscheiden wollte, diese Gesellschaft zu verändern und diese Gesellschaft besser zu machen, bin ich in die Politik gegangen!

 

Weshalb haben Sie die SPD als ihre Partei gewählt?

Erstens, weil die SPD zu mir passt! Weil die SPD eine Partei ist, für die Solidarität, Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Toleranz im Mittelpunkt steht. Das halte ich für sehr wichtig, dass wir zuerst mal wissen, dass stärkere Schultern leichter tragen, als schwache Schultern und die Starken da sein müssen, um den Schwachen durchs Leben zu helfen. Das ist der Grundzug, warum ich in die SPD eingetreten bin. Es gibt viele andere Aspekte natürlich auch noch, zum Beispiel, dass ich mich in der SPD wohlfühle, dass mir die Menschen da gefallen und, dass ich als Sozialdemokrat nicht nur in der SPD, sondern auch automatisch in der großen Familie aller Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten dieser Welt bin. Die Sozialdemokratie ist mit das größte politische Netzwerk dieser Welt. Auch wenn wir in Deutschland momentan nicht die Mehrheit haben, international ist es das Größte. (Anm. d. R.: Netzwerk).

Wenn ich nach Spanien fahre, kann ich dort Sozialdemokraten treffen. Ich kann sogar in die Türkei fahren und dort Sozialdemokraten treffen, auch wenn das momentan sehr wenige sind, die sich trauen das zu sagen. Ich weiß, dass in Israel die mit bedeutendste Ministerpräsidentin Golda Meir Sozialdemokratin war, und da fühlt man sich auch in der großen Familie national wohl.

 

Sind sie der Erste in Ihrer Familie, der aktiv in der Politik mitwirkt?

Nein, wobei im Nachkriegsdeutschland, ja. Mein Großvater war bis zum Jahre 1933, als die Nationalsozialisten die Macht übernommen haben, in der Landeshauptstadt München politisch tätig. Und er war damals Mitglied der Bayerischen Volkspartei.

 

Was sind Ihre Aufgaben als Bundestagsabgeordneter?

Ich vertrete als Bundestagsabgeordneter unter anderem, zum einen meinen Wahlkreis Neu-Ulm, Günzburg, Unterallgäu. Und ich versuche aus diesem Wahlkreis die wichtigen regionalen, die kommunale Themen in Berlin einzuspeisen und Entscheidungen herbeizuführen. Darüber hinaus bin ich – wie jeder Bundestagsabgeordnete – natürlich für das gesamte Land zuständig. Für ganz Deutschland, für alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Und habe im deutschen Bundestag deshalb in meiner Partei bestimmte Fachaufgaben bekommen. In diesen Fachaufgaben mache ich zum einen die Rolle des OBManns für Abrüstung und Rüstungskontrolle, bin Verteidigungspolitischer Sprecher meiner Partei für Bayern und bin Mitglied im Rechtsausschuss.

 

Was möchte die SPD hier in der Umgebung erreichen?

Als Allererstes – das spreche ich jetzt nicht als Bundespolitiker, sondern als der Unterbezirksvorsitzende,: Mehr Kreisräte, mehr Stadträte, mehr Gemeinderäte in dieser Region, um Sozialdemokratische Politik umzusetzen. Das heißt, Sozialdemokratische Politik in der Region, das bedeutet, für jede Familie einen kostenlosen Platz in der Kita und im Kindergarten.

Das bedeutet für jedes Kind, für jeden Menschen in unserer Region, kostenlos an den Anspruch von Bildung zu kommen. Von der Grundschule bis zur Universität. Und zum Dritten – was uns sehr wichtig ist, und auch mir sehr wichtig ist – das heißt Mobilität. Einen guten, öffentlichen Nahverkehr, gepaart mit sonstigen Verkehrsmitteln, egal ob man einen Führerschein hat oder nicht, ob Junge/r oder Greis, jeder muss die Möglichkeit haben, in diesen Landkreisen, in dieser Region, mobil zu sein. Und dazu brauche ich ein Bus- und Bahnsystem, das diese Mobilität ermöglicht. Und wenn das noch zu einem wirtschaftlichen Preis ist, so dass es bezahlbar ist, ist das noch besser.

 

Für was setzt sich Ihre Partei, die SPD heutzutage, grundsätzlich ein?

Für das, für was sie sich eigentlich immer eingesetzt hat: Für Toleranz, für Nächstenliebe, für ein gutes solides Staatssystem, für Bildung, für einen ökologisch vertretbaren Verkehr, für eine Energieversorgung, die nicht nur ökologisch ist, sondern die jeder bezahlen kann, und zuletzt das, was die Sozialdemokratie immer ausgezeichnet hat: Wir sind eine Friedenspartei und wollen friedlich mit unseren Nachbarn – in Europa und in dieser Welt – zusammenleben.

 

Was sind Ihre aktuellen Projekte?

Also erstens, möchte ich erreichen, dass im Deutschen Bundestag, im Europäischen Parlament und bei den Vereinten Nationen extralegale Tötungen durch ferngesteuerte automatisierte Drohnen, geächtet und verboten werden. Als zweites will ich als Mitglied des Rechtsausschusses erreichen, dass Ehen für alle, nämlich auch für Männer mit Männern und Frauen mit Frauen, in diesem Land, so wie in vielen europäischen Ländern und Ländern dieser Welt, gesetzlich erlaubt ist.

 

Was halten Sie von der Stellung Deutschlands zur Flüchtlingskrise und wie stehen Sie selber dazu?

Die Flüchtlingskrise ist keine Krise, sondern eine Herausforderung, die wir alle, in Europa und in der Welt haben. Wir haben Krieg, wir haben Hunger, wir haben Perspektivlosigkeit und wir haben Vertreibung. Weltweit sind derzeit rund 40 Millionen Menschen auf der Flucht. Unsere Aufgabe muss es sein, unseren Teil dazu beizutragen und diesen 40 Millionen Menschen eine Perspektive zu geben. Dass wir ihnen ermöglichen, dass auch sie ihr Leben selbstbestimmt, frei, mit etwas zum Essen, zum Anziehen leben können. Dies ist unmöglich auf einmal zu machen. Dazu müssen wir vor Ort, in den Ländern, wo die Menschen auf die Flucht gehen, unseren Beitrag leisten. Da müssen wir aber auch bei uns einen Beitrag leisten. Wir haben hier die vier Kerzen vom Advent. Wir feiern am 24. Dezember Heiligabend und wenn ich mich richtig entsinne waren Maria und Josef ebenfalls Flüchtlinge. Also wir müssen auch ein bisschen mehr Nächstenliebe in diesem Bereich zeigen. Wir müssen natürlich nicht alle hier in Deutschland aufnehmen, wir müssen nicht alle hier in Europa aufnehmen. Wir dürfen nur nicht zuschauen, wenn Menschen keine Perspektive haben, wenn die Kinder im Meer ertrinken, wenn Frauen keine Zukunft mehr haben und ich sage es auch, dass in manchen afrikanischen Ländern Frauen auf das gewaltigste und ohne Betäubung beschnitten werden und dann ihre Heimat verlassen. Dann möchte ich nicht in einem Land leben, indem man sagt „Du geh da wieder zurück, du bist in einem sicheren Herkunftsland, ein zweites Mal wirst du nicht beschnitten.“ Ich hätte dann gern, dass sie dann hier ein Bleiberecht bekommen.

 

Nun zu einem anderen wichtigen Punkt, der uns interessiert. Denken Sie, dass Trump als Präsident hier in Deutschland etwas beeinflussen oder gar verändern könnte?

Ja. Donald Trump, da bin ich mir sicher, wird die Vereinigten Staaten mehr auf sich zurückbesinnen, so wie er immer sagt „ America first“. Damit wird manche Aufgabe, die wir in Europa nicht Ernst genommen haben oder bei der wir uns nicht genügend engagiert haben, von uns selbst gelöst werden müssen. Wir haben bisher nach Syrien geschaut, dass sich dort die USA militärisch einmischen. Wenn sich die USA nicht mehr militärisch einmischen, wer macht es dann? Wer wird in Europa für Sicherheit an den Grenzen sorgen und wer wird, wenn die Vereinigten Staaten nicht mehr die Leitnation sein wird, die Vorgabe und Verantwortung übernehmen, eine vertrauensvolle, eine seriöse und vor allen Dingen eine nachhaltige Politik verwirklichen? Und wir werden noch mehr tun müssen, nachdem wir dieses Programm von Trump inzwischen kennen, für gute Umwelt, für unser Klima, für unseren Sauerstoff und für unser Überleben. Denn wenn wir es nicht tun, dann tut es niemand. Unter Obama haben die Amerikaner ihren Beitrat geleistet. Wenn die Amerikaner jetzt rausgehen, dann müssen wir mehr tun um das Gleiche zu erreichen.

 

Die deutsche Partei „Alternative für Deutschland“ hat ähnliche Ziele wie Donald Trump. Was halten Sie von diesen Zielen und der AfD?

Ich halte von der AfD gar nichts. Ich halte auch davon nichts, Mauern zu bauen, sondern ich halte davon etwas Mauern einzureißen. Zu erst einmal in den Köpfen und wenn sie in den Köpfen eingerissen sind, in der Natur. Denn mit Mauern grenze ich nicht nur jemand aus, sondern sperre mich so auch selbst ein. Und ich möchte nicht eingesperrt sein. Und deshalb halte ich von einer Politik des Abschottens, des Einmauerns, des Zumachens überhaupt nichts, weil es keinen Schritt voranbringt, sondern wir müssen weiter in eine offene Gesellschaft bleiben. Eine Gesellschaft in man leben kann, wie man will. In der wenn ich morgens sag,“ Ich hab Lust in Innsbruck Ski zu fahren, dann nützt es nichts wenn da eine Mauer ist. Denn diejenigen, die Mauern bauen, vergessen dabei, dass so was in beide Richtungen geht. Es ist nicht so, dass ich sag ich baue eine Mauer, damit niemand reinkommt, aber ich darf raus? Dann, vor allem wenn ich draußen bin, wie komm ich wieder rein? Das kennt die Maus so an ihrer Falle, wenn sie da drin ist, dann überlegt sie sich, wie komm ich da wieder raus? Weiß ich, was ihr Schicksal ist, ein böses Schicksal, das merkt die nicht für Menschen. Deshalb weder Mauer in den Köpfen, noch Mauern an den Grenzen und deshalb halte ich den Ansatz der AfD für vollkommen falsch. Ich halte ihn auch deshalb für falsch, weil wir in Deutschland immer davon profitiert haben, wenn wir andere Kulturen, wenn wir andere Meinungen und wenn wir Fremdes zugelassen haben. Ich führe zwei Beispiele an: Das Wort „Fenster“, woher kommt es? Hätten uns nicht mal die Römer besiedelt und hätten ihr „fenestra“ gehabt, dann hätten wir kein Fenster hier. Wir haben hier den Adventskranz und fragen uns, warum zünden wir in der Weihnachtszeit Kerzen an? Warum hat unserer Weihnachtsbaum Kerzen. Weil in Deutschland über viele hundert Jahre Tür an Tür mit unseren jüdisch- gläubigen Mitbürgern gelebt haben. Und die jüdischen Mitbürger feiern zur gleichen Zeit Chanukka , das Lichterfest. Und die deutschen fanden es so schön, dass die Juden ihren siebenarmigen Leuchter an Chanukka angezündet haben und haben gesagt, dann machen wir das doch auch! Übrigens die Juden haben dann bis in die 30-er Jahre als Gegenleistung dafür einen Chanukka-Christbaum gehabt, der nur sieben Kerzen hatte. So können sich alle miteinander befruchten und können voneinander was lernen. Und das gegenseitig, voneinander etwas lernen ist schlichtweg gut. Und deshalb möchte ich keine Gesellschaft haben, in der man sagt, wir allein machen alles richtig, wir sind nur auf uns gestellt. Denn dann müsste ich gleichzeitig alle Ideen, die ich bei der täglichen Lektüre in irgendeiner Form sehe, aus dem Internet wegtun. Und sagen, nein ist nicht deutsch. Ich kenne sogar Komponisten, die nicht Deutsche sind und die ich für ausgesprochen gut halte, zum Beispiel Tschaikowsky soll bekanntlich nicht Deutscher gewesen sein und ich höre ihn trotzdem gerne.

 

Sind Sie für Gabriel oder Schulz als Kanzlerkandidat?

Diese Frage stellt mir auch das ZDF und ARD. Ich kann Ihnen jedoch nur antworten, dass das ist eine gute Frage ist.

 

Was halten sie von der gestrigen Attacke auf den Berliner Weihnachtsmarkt?

Fürchterlich. Das gestrige Ereignis am Breitscheitplatz ist ein schreckliches Ereignis in unserem Land. Aber so schrecklich dieses Ereignis auch ist, müssen wir, wie bei allen schrecklichen Ereignissen, das Mitgefühl bei den Familien, bei den Angehörigen, bei den Opfern haben. Als zweites solide nachdenken, überlegen, keine Schnellschüsse, keine Vorverurteilungen oder ähnliches, sondern jetzt den Behörden die Möglichkeit geben seriös zu ermitteln, wer war es, welcher Hintergrund und warum. Und das warum ist immer die Frage. Und als letztes für mich bei diesen schrecklichen Ereignissen ganz klar, wer es war. Der Theorie von Terroristen geh ich nicht auf den Leim. Ich werde mich nicht zu Hause einsperren, ich werde jetzt nicht zu Hause bleiben. Ich geh weiter raus und mich hat es gestern ganz besonders betroffen, weil ich in Berlin 300 Meter von Breitscheitplatz entfernt wohne und ich über diesen Platz mehrmals in der Woche laufe. Der Breitscheitplatz ist das Zentrum von Westberlin. Wenn man Berlin lebendig sehen will, ist es dieser Platz. Ich halte allerdings nichts davon, vor Abschluss der Ermittlungen schon Ergebnisse zu präsentieren, dann muss ich gar nicht ermitteln. Dann habe ich meine Vorurteile und fühle mich dann bestätigt.

 

Was erwarten Sie von uns Bürgern nach so einem Ereignis?

Man sollte die Spezialisten seriös ermitteln lassen. Dann passiert so was auch nicht, wie heute Nacht, dass die Asylbewerberunterkunft am ehemaligen Flughafen Tempelhof gestürmt wird, 200 Asylbewerber aus den Betten gerissen werden und am Ende wird gesagt „Das war wohl nichts.“. Das ist Aktionismus und mit Aktionismus kommt man nicht weiter. So wie meine Großmutter immer sagte: „ Denkt erst mal nach und schlaf eine Nacht darüber, vielleicht fällt dir am nächsten Tag die Lösung ein.“

Wir bedanken uns sehr bei Ihnen, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben.

Daria Unseld & Erika Ebel (10a)
Dienstag, den 20.12.2016

Gerd Berg­ho­fer rezitiert Werke von Bertolt Brecht für die 12. Jahr­gangs­stufe.

 „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ – Gerd Berghofer rezitiert Brecht

Am Mittwoch, den 08.02.2017, versammelten sich die Schüler der 12. Jahrgangsstufe im Mehrzweckraum des Bertha-von-Suttner Gymnasiums, um Gerd Berghofers Vorlesung über den deutschen Dramatiker und Lyriker Bertolt Brecht anzuhören. Der Publizist und Rezitator informierte über Brechts Biografie, wie er von einem patriotischen bzw. nationalen Schreiber zum Kommunisten geworden war und wie die Nationalsozialisten ab 1930 sein Leben und kreatives Schaffen nicht nur negativ beeinflusst, sondern ihn sogar ins Exil gezwungen hatten.

Seinen Vortrag gestaltete Berghofer dabei mit Rezitationen von Brechts Werken, wie „Trommeln in der Nacht“ (1919), einen Teil der Anleitung von Brechts Gedichtsammlung „Hauspostille“(1916-1925) und die in ihm enthaltene „Fünfte Lektion: die kleinen Tagzeiten der Abgestorbenen“ sowie „Maßnahmen gegen die Gewalt“(1930) und „Liebesgewohnheiten“(1930).

Gerd Berghofers Rezitation war insofern interessant dargeboten, da er stets an den richtigen Stellen der Biografie passende Texte Brechts einflocht und mit ausdrucksstarker Gestik und Mimik die Aufmerksamkeit seines Publikums sicherte. Auf die Fragen am Ende ging er ausführlich ein und gab seinen Zuhörern insgesamt viele nützliche Informationen über Bertolt Brecht und seine Werke, die den Schülern im Hinblick auf das Abitur im Mai sicherlich weiterhelfen werden.

Janet Toprak, 13.02.2017

Aufführungen am 18. und 19. Mai am BvSG

 

Was ist Veränderung? Wie fühlt sich Veränderung für mich an? Welche Konflikte
können durch Veränderung entstehen? Wie reagieren die Gesellschaft, meine
Familie, meine Freunde und ich selbst auf Veränderung?

Mit solchen und anderen Fragen beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der 8.-10. Klassen am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in ihrem Stück „DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN – das Kafka-Experiment“. CROSSOVER.film.musik.theater. ist ein Wahlkurs unter der Leitung von Elisabeth Baumgartner, Anja Fladerer und Veronika Frauendienst, der dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet und die drei Bereiche Animation/Projektion, Sound/Musik und Schauspiel/Performance interaktiv in einer Produktion verbindet.

In Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ wacht die Hauptfigur Gregor eines Morgens auf und muss feststellen, dass sie sich über Nacht in einen Käfer verwandelt hat. Die Struktur der Originalerzählung wird immer wieder durch Einschübe, z.B. durch selbst gezeichnete Trickfilme, Livezeichnungen, groteske Szenen, Schattentheater und surreale Rückblenden aufgebrochen. Zudem untermalen Musiker live auf der Bühne das Geschehen.

Aufführungstermine sind: 18. und 19. Mai jeweils ab 19.30 Uhr in der Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums.

Karten gibt es an der Abendkasse oder vorab im Sekretariat.

Am Donnerstag, den 04.02.17, haben wir mit der gesamten Jahrgangsstufe die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. Bevor wir, in zwei Gruppen aufgeteilt, losgingen, um das Gelände zu besichtigen, stärkten wir uns noch kurz in der Mensa des Besucherzentrums. Während der Besichtigung des Geländes stoppten wir immer wieder, um uns die Gebäude, geschichtlichen Hintergründe und schlimmen Lebensumstände im KZ von unserer Seminarleiterin genauer erklären zu lassen. Anschließend haben wir anhand von Bildern gemeinsam das schon bekannte Wissen vertieft und auch viel Neues erfahren. Schließlich konnte jeder Schüler für sich das Museum erkunden, um sich über die Hintergründe zu informieren, die das persönliche Interesse am meisten geweckt hatten. Nach einem anstrengenden, aber vor allem auch bewegenden Tag sind wir am späten Nachmittag zum Schulzentrum zurückgekehrt.

Greiner Maren und Vögel Mira (9b)

 

 

 

 

 

Im Rahmen des Projekts „Wir lesen intensiv“ der Südwest Presse führt Herr Dr. Wille (ganz rechts im Bild) Schüler der Klasse 10c durch das Druckhaus Ulm Oberschwaben.

Nur in der Nacht von Samstag auf Sonntag stehen die Maschinen im Druckhaus still. In allen anderen Nächten entstehen hier ca. 140.000 Zeitungsexemplare sowie Beilagen und Prospekte. Dafür transportieren täglich drei LKW riesige Papierrollen hierher, von denen jede 1,5 Tonnen wiegt und 20 km Papier umfasst. Dass so eine Papierrolle bereits nach 15 Minuten aufgebraucht ist, können wir zunächst nicht glauben. Wir werden jedoch Zeugen eines Papierrollenwechsels, für den die Druckmaschine die Geschwindigkeit beibehält, und das rasante Tempo, mit der das Papier abgewickelt wird, überzeugt uns schließlich. Deshalb sind wir auch gar nicht mehr so überrascht über die Information, dass hier jede Nacht um die 1000 km Zeitung entstehen. Immerhin besteht diese unvorstellbare Papiermenge zu 100 % aus Recycling-Papier.

Die Arbeiter, denen wir begegnen, wirken sehr konzentriert, aber entspannt. Der heutige Druck scheint störungsfrei zu laufen. Damit dies so bleibt, werden die zwei relativ neuen Maschinen täglich gewartet. Und für alle Fälle ist ein Experte des Druckmaschinenherstellers in Augsburg rund um die Uhr ins System eingeloggt. Alles unterliegt einem streng getakteten Zeitplan.

Wir hätten allzu gerne einen Blick in die druckfrische Südwest Presse geworfen, hätten dafür aber noch länger aufbleiben müssen. Erst ab ca. 22 Uhr werden die Dateien aus der Redaktion übermittelt. Und um ca. 2.00 verlassen dann die letzten Transporter mit den Zeitungen das Druckhaus.

Schülerinterview mit Dr.Georg Nüßlein (CSU)

1. Was war es für ein Gefühl das erste Mal im Bundestag zu sitzen?

Das ist schon eine Weile her. Es gibt einen Namensaufruf in der ersten Sitzung und es war einerseits ein gutes Gefühl, da es schon ein besonderes Amt ist, auf das man stolz sein darf, andererseits ist es aber auch ein Amt, das eine gewisse Bürde darstellt. Das war sicher ein eigenes Gefühl.
2. Was war für Sie der Auslöser in die Politik zu gehen?

Politische Karrieren sind auf jeden Fall nicht planbar. Ich hätte nie daran gedacht, dass ich hauptberuflich Politiker werden könnte. Ich habe studiert, bin danach Bänker geworden und habe das auch gerne gemacht. Es hat so mit 16 Jahren angefangen, dass ich mich für Politik interessiert habe und war in der Jungen Union tätig.
3. Wieso haben Sie sich gerade für die CSU entschieden?

Später bin ich dann zu meiner Partei gekommen, da ich mich für Umweltpolitik interessiert habe und festgestellt habe, dass die Umweltpolitik der Grünen so nicht funktioniert, da diese auf Verzicht basiert.

4. Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus, zum einen in Berlin, und zum anderen im Wahlkreis?

Es gibt 20 – 25 Sitzungswochen pro Jahr, an denen ich von Montag früh bis Freitag spät in Berlin bin. Montags haben wir das Treffen mit der CSU Landesgruppe, dienstags Arbeitsgruppensitzungen und der Fraktionssitzung, das ist die zentrale Sitzung der Woche. Ich bin unter anderem auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender, deshalb habe ich dazu noch Vorstandsitzungen. Am Mittwoch gibt es üblicherweise Ausschusssitzungen. Donnerstags und freitags sind Plenardebatten.

Im Wahlkreis habe ich außerdem viele Termine wie beispielsweise auch Interviews, Firmenbesuche, und eine ganze Menge inhaltliche Themen, wie in der Gesundheitspolitik.
5. Wie stehen Sie zu Neu-Ulm als kreisfreie Stadt?

Das entscheidet natürlich nicht der Deutsche Bundestag und ich bin froh, dass nicht ich diese Entscheidung treffen muss. Jedenfalls wird der Landkreis auch weiterhin so existieren wie bisher.
6. Was denken Sie über die doppelte Staatsbürgerschaft?

In den letzten Wochen habe ich viele Erlebnisse gehabt, die mich sehr nachdenklich gemacht haben. Ich habe bei einem Putsch in der Türkei erlebt, dass innerhalb der türkisch stämmigen Bevölkerung bei uns ein Streit ausgebrochen ist, in dem die einen für Erdogan, die anderen auf der anderen Seite stehen und wo man plötzlich feststellt, was die doppelte Staatsbürgerschaft für ein Loyalitätsproblem darstellt. Es gibt Leute mit deutschem Pass, die, wenn sie über ihre Regierung sprechen, nicht die Bundesregierung meinen, sondern Erdogan. Daher sieht man, dass das ziemlich kritisch ist. Die Verstellung von der CSU und auch von mir, ist das nicht. Es herrscht ein konkretes Integrationsproblem. Das Problem ist sogar so gewaltig, dass es ein bestimmendes Thema der nächsten Jahre sein wird.
7. Meinen Sie, dass durch die Verschärfung von Sicherheitskontrollen, die derzeit leider häufigen Attentate, besser verhindert werden können?

Man muss sagen, wir haben lange Zeit Glück gehabt in Deutschland. Ich merke auch in der Bevölkerung, dass sich da etwas verändert. Wir haben das im letzten Jahr im Bundestag vor uns hergeschoben, als wäre das gar nichts, was auf jeden Fall geändert werden muss, auch was Datensicherung betrifft. Man muss die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen und aufpassen, dass dieser Kontrollverlust des letzten Jahres, was die Flüchtlingskrise angeht, nicht noch einmal passiert. Dazu gehört, dass man sich nicht abhängig von Dritten macht, sondern auch die Voraussetzung schafft, dass man selbst eingreifen kann.
8. Wie war Ihre Reaktion zu den Wahlergebnissen von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika?

Ich war weder schockiert, noch sonst was. Es ist zunächst einmal eine demokratische Entscheidung der Amerikaner. Man muss überlegen, woher sowas kommt – was hat der Trump gemacht? Gezielt ein Problem angesprochen, das wir in Deutschland auch haben. Ich glaube nicht, dass er die Welt verändert. Ich meine, viele von uns haben Obama wie einen Messias gefeiert. Er hat die Welt nicht verändert und auch Trump wird die Welt nicht in dieser Weise verändern, wie manche es vermuten. Ich bin nur gespannt was er realpolitisch mit Putin vorhat. Ich sage aber ganz klar, alles ist besser als militärische Auseinandersetzungen.
9. War es für Sie ein großer Schock vom Brexit zu hören?

Nein, ich war damals der Auffassung, dass es 50:50 ausgeht und, dass man nicht rausprognostizieren kann, wer an dieser Stelle knappe Mehrheit hat. Ich bin überrascht, über die viele Dummheit, die im Nachgang mit dem Thema Brexit verblasen wird und auch über die Konsequenzen, die man ziehen muss, angesichts dessen, ob man nicht eine andere Europapolitik machen sollte und auf eine andere Grundlage wieder mit den Briten verhandelt. Man sollte sich eher fragen warum die Briten ausgetreten sind.
10. War es in Ihren Augen gut Angela Merkel erneut aufzustellen und wie sehen Sie die Zukunft von Deutschland?

Ich habe schon im November gesagt, dass ich nicht für eine Kanzlerin kandidiere und auch nicht für die CDU, sondern kandidiere ich für die CSU! Wir haben was die kritischen Fragen angeht eine ganz klare Position und egal wie die Wahl ausgeht, falls es darum gehen sollte, das wir wieder an einer Koalition beteiligt werden, sind wir nur bereit diesen Vertrag zu unterschreiben, wenn inhaltlich klargestellt wird, dass das was sich im letzten Jahr abgespielt hat, nicht noch einmal wiederholt.

Die Zukunft von Deutschland sehe ich optimistisch. Wir haben eine geniale wirtschaftliche Ausgangslage. Mich stört nur, dass wir die guten Zeiten nicht für die schlechten Zeiten sparen. Außerdem stört mich, dass wir nicht bereit sind die Dinge, die uns tatsächlich auszeichnen, zu verteidigen. Wenn die Leute sich im Klaren sind, dass die Politik mit dem Betrachten der Realitäten beginnt, dann haben wir eine gute Zukunft.

Wir sind Herrn Nüßlein für dieses interessante Gespräch sehr dankbar und sind froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.
15.02.2017 Emily Kunath und Alexandra Lenkeit

 

 

Vom 06.03. bis 09.03.2017 fanden die diesjährigen Wintersporttage der 7. Jahrgangsstufe in Oberstdorf statt. 55 Schülerinnen und Schüler verbrachten die Tage zusammen mit sechs Lehrkräften im Hostel in Oberstdorf und erkundeten die Skigebiete Söllereck, Nebelhorn und Fellhorn/Kanzelwand. Das Wetter meinte es meist gut mit uns, zeigte aber auch sein wechselhaftes Gesicht, sodass von Schnee über Kaiserwetter bis hin zu Regen alles dabei war. Gefahren wurde tatsächlich bei jedem Wetter 🙂

Insgesamt waren es tolle vier Tage in einer schönen Unterkunft, mit sehr netten und angenehmen Schülerinnern und Schülern!

Frau Becker und ihre Religionsgruppe aus den Klassen 6c und 6d mit der UNICEF – Spendenurkunde.

„Nicht allen Kindern geht es so gut wie uns.“ Der Sechstklässler Benjamin Göbel (6c) bringt auf den Punkt, was seine Klassenkameraden denken, als sie im katholischen Religionsunterricht das Thema „Kinder in der Einen Welt“ behandeln. Beim Gespräch über die Sternsinger, einem alljährlichen Hilfsprojekt, das unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ steht, entwickelt sich in der Gruppe die Idee, auch etwas für Kinder zu tun, denen es schlecht geht. Die Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 6c und 6d beschließen, Kindern in Syrien zu helfen und dafür Geld an UNICEF zu spenden.

Dabei kam es den Sechstklässlern nicht nur darauf an, möglichst viel Geld zu sammeln, sondern sich aktiv einzubringen und ihre freie Zeit zu investieren. Mit kleineren Hilfsdiensten wie Schneeschippen, im Haushalt helfen und Babysitten kamen insgesamt 250 Euro zusammen.

Elena Maroli (6d) findet: „Es hat Spaß gemacht, anderen Kindern zu helfen.“

Der 3. Platz in der Nachhaltigkeitswertung beim Planspiel Börse 2017 geht an unsere Gruppe „wolves of wallstreet 1“ der Klasse 10b.

Herzlichen Glückwunsch!

Nachdem die letzten beiden Jahre jeweils der Vizemeistertitel errungen wurde, schafften es unsere „Ältesten“ wie 2015 wieder, den Titel des Landkreismeisters im Basketball zu gewinnen.

In einem schönen Finale bezwangen die Berthaner die Mannschaft der FOS-BOS, die mit teils älteren Spielern antrat, souverän mit 48:30 nach zwei mal 15 Minuten (durchlaufender Zeit).

Es spielten: Niklas Pompe, Markus Lüthje, Lucas Neuburger, Niklas Domann, Matthias Amberg, David Starchl, Axel Mayer und Vincent Langer.

Die Mädchen der 10a/c des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums nahmen am 23.03.2017 beim Bezirksfinale Tanz in Fischach teil. Nach nur sieben Wochen Vorbereitungszeit und viel Spaß beim Einstudieren reifte der Entschluss, als erste Mannschaft des BvSG, an dem Tanzsportwettbewerb teilzunehmen. Mit der Fusion-Dance Choreographie, welche lediglich in den Sportstunden entstanden ist, erreichten sie den 4. Platz und lieferten eine hervorragende Gesamtleistung ab. Die Schülerinnen überzeugten vor allem durch ihren Ausdruck und ihre Freude am Tanzsport, der für viele von ihnen Neuland darstellte.

Im März fand das legendäre Showcafé statt.

An drei Abenden führten die Schüler und Schülerinnen der SMV das Publikum drei Stunden lang durch ein Programm mit vielen Gesangseinlagen, Akrobatik und einem Lehrer-Schüler-Quiz. Auch ein Lehrer-Sketch, in dem Oberstufenschüler ihre Lehrer imitierten, war wieder dabei.

Auf eine 30-jährige Schulpartnerschaft können die Richard-von-Weizsäcker-Schule in Cochabamba (Bolivien) und das Bertha-von-Suttner-Gymnasium mittlerweile zurückblicken. Diese jahrzehntelange Verbundenheit wurde in der Aula mit einer Aufführung gefeiert, zu der Frank Weber von unserer Partnerschule geladen hatte. Gemeinsam mit Schülern aus Cochabamba führte er durch ein Programm, das die Gäste informierte, nachdenklich stimmte und aufrüttelte.

Encontrado bedeutet gefunden oder auch zusammengekommen. In einer szenischen Lesung mit Tanz und Videoinstallationen wurden die Zuhörer dazu ermuntert, nicht immer auf der Suche zu sein, sondern sich auch einmal finden zu lassen, für Begegnungen offen zu sein und Glücksmomente zuzulassen: „Es ist Zeit, das Leben mit Freude zu füllen!“

In einer Interaktion eines Tänzers auf der Bühne mit einem auf eine Leinwand projizierten Tänzer wurde gezeigt, dass wir Menschen oft wie Marionetten agieren und dies durchbrechen müssen. Anschließend erzählt Frank Weber von seiner eigenen Motivation, Straßenkindern zu helfen. Diese entsprang vor allem der Wut auf ein System, das Kindern elementare Rechte verweigert, und der Wut auf diejenigen, die soziale Not für ihre Geschäfte ausnutzen. Um aus diesem negativen Gefühl der Wut heraus zu finden, half es, einen Schritt zur Seite zu treten und so zu handeln, dass die Situation der Kinder verbessern wird.

Im Dezember 2016 konnte der 18. Abiturjahrgang am Centro Educativo Richard-von-Weizsäcker verabschiedet werden.

Schulleiterin Jutta Gruber dankte Frank Weber dafür, dass durch sein Engagement das Recht auf Bildung Verwirklichung findet. Dank ging auch an die erste Schulleiterin des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, Karin Weisgräber, die diese Schulpartnerschaft mit ermöglicht hatte.

Bertha-Boesner-Kunstpreis

Teilnahmeberechtigt sind exklusiv alle Schülerinnen und Schüler des Bertha-von-Suttner Gymnasiums.

Thema: Krieg und Frieden

Alle Techniken erlaubt.

  1. Preis: 150 €
  2. Preis: 100 €
  3. Preis: 50€

Außerdem: Unterstufenpreis von 20€

Abgabetermin: 27.6.2017, 2. Pause im oberen Kunstsaal bei Frau Kindermann.

Alle Preise gibt es in Form von Einkaufsgutscheinen von Boesner, dort findet man nicht nur Kunstmaterialien in Hülle und Fülle, sondern auch interessante Bücher und Schreibwaren.

Zu verdanken haben wir die Möglichkeit des Preises dem Elternbeirat, der eingewilligt hat, sich mit jährlich 50€ zu beteiligen und der Firma Boesner, die mit ihrem großzügigen Sponsoring von jährlich 270 € die Hauptkosten trägt.

Die Sieger werden im Juli 2017 bekannt gegeben.

Der Preis ist biennal geplant.

Organisation: Lore Kindermann

Hungern war gestern

Im Rahmen der Suchtprävention kam am 8.7.2016 Kera Rachel Cook zu uns ans BvSG. Frau Cook war 2010 Kandidatin bei „Germanys Next Top Model (GNTM)“ und danach international erfolgreiches Plus Size Model. Heute ist sie Fitnesstrainerin, Ernährungsberaterin und bekannt aus Film und Fernsehen in ihrer Funktion als „Botschafterin für Gesundheit und Selbstliebe“.

Vor den Schülerinnen und Schülern der 7. Und 8. Jahrgangsstufe hielt sie einen Vortrag zu dem Thema: „Hungern war gestern – Warum Gesundheit so viel wichtiger als Schönheit ist“.

Dabei erzählte sie von eigenen Erfahrungen mit der Essstörung Bulimie und über den Gebrauch von Photoshop in medial verbreiteten Modebildern. Es wurde thematisiert, wie diese nachbearbeiteten Bilder die Körperwahrnehmung von Jugendlichen beeinflussen und wie wichtig es ist, sich für Selbstakzeptanz zu entscheiden. Dem Vortrag folgte eine freiwillige Fragerunde.

Ein erneuter Besuch von Kera Rachel Cook ist für Herbst 2017 geplant.

Lore Kindermann

Eindrucksvoller Vortrag von Horst Savelsberg

War die DDR tatsächlich ein Unrechtsstaat? Wie fühlte sich der Alltag dort an? Wer konnte Karriere machen und wem konnte man trauen? Fragen wie diese konnte der 1945 geborene Horst Savelsberg aus eigener leidvoller Erfahrung detailreich beantworten. Wegen versuchter Republikflucht, später wegen „mehrfachen Sammelns von Nachrichten“ und angeblich „staatsfeindlicher Hetze“ zu Gefängnisstrafen verurteilt, mussten Herr Savelsberg – und später seine ganze Familie –  ein großes Spektrum staatlicher Willkür und Unterdrückung erdulden. Dazu zählte neben psychischer Folter und engstem Raumverhältnissen im Gefängnis auch seine Entlassung oder die Verbannung in einen anderen Ort, den er nicht verlassen durfte, selbst nicht, um seine Frau und Kinder zu besuchen. Die gesamte Jahrgangsstufe 10 unserer Schule lauschte fasziniert seinem Bericht, den er mit Original Dokumenten illustrierte. Mit Erleichterung wurde vernommen, wie ihm schließlich die Ausreise in die BRD gelang: Indem die BRD ihn als politischen Häftling „herauskaufte“, wobei selbst hier die DDR noch ihre Macht demonstrierte, indem sie seine Frau erst Monate später, zum letztmöglichen Zeitpunkt, entließ. Herr Savelsberg betonte, wie froh er ist heute in einem demokratischen Rechtsstaat leben zu dürfen und zeigte durch die erstaunliche Parallele mit dem in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel, wie aktuell Gefährdungen des Rechtsstaats auch heute noch sind.

An zwei Abenden führten die Teilnehmer der AG CROSSOVER.film.musik.theater ein Stück frei nach Kafkas „Die Verwandlung“ auf.

„Eine emotionale Achterbahnfahrt“ – Schüler experimentieren zu Kafka-Text

„Ihr habt mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt!“ So der Kommentar einer Zuschauerin nach der Premiere des Stücks „Du musst dein Ändern leben – das Kafka-Experiment“ am BvSG Pfuhl.

Das Publikum hatte im Anschluss an die Aufführung die Möglichkeit, sich mit allen Mitwirkenden auf der Bühne über das Stück auszutauschen und nutzte dies zu Fragen und Kommentaren: „Die Vorstellung war zeitweise fröhlich, dann wieder beklemmend, ja sogar gruselig.“

Und in der Tat, unberührt verließ an diesem Abend keiner die Aula des Gymnasiums. Wie schafften es die SchülerInnen, Kafkas Erzählung aus dem Jahr 1912 so auf die Bühne zu bringen, dass die Zuschauer im Anschluss sogar von „Gänsehaut“ sprechen?

Ist es die Tatsache, dass die Teilnehmer des Wahlkurses CROSSOVER.film.musik.theater sich zunächst ganz dem Thema „Veränderung“ hingegeben und eigene Texte dazu verfasst haben, um dann festzustellen, dass Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ all dies auch ausdrückt?

Sind es die Geräusche und die Musik, die live auf der Bühne die Szenen passend begleiten (grandios: Daniel Kern an der Klarinette!)? (Leitung Musik: Veronika Frauendienst)

Sind es die Animationen und Projektionen, die den Inhalt interpretierend ausgestalten und neue Sichtweisen eröffnen, wie die auf eine riesige Leinwand projizierten ineinander laufenden Farben, die neue Farben und changierende Muster entstehen lassen? (Leitung Animation: Elisabeth Baumgartner)

Oder ist es die Authentizität der Darstellung, das Gefühl, dass all das Geschehen auf der Bühne mit den Acht- und Zehntklässlern selbst zu tun hat? (Leitung Schauspiel: Anja Fladerer)

Beeindruckend gelingt gerade dies in einer der Anfangsszenen, als die Familie von Kafkas Held Gregor Samsa entsetzt feststellen muss, dass sich der Sohn/Bruder über Nacht in einen Käfer verwandelt hat. Nachdem das Entsetzen über diese Mutation zum Ausdruck gebracht worden ist, wechselt das Geschehen die Ebene, von der Verwandlung zu einem Insekt zur Wandlung von Kindern zu Jugendlichen und den Reaktionen der Gesellschaft. Anonymisiert durch über den Kopf gestülpte weiße Kartons stellen sich die Schauspieler auf der Bühne auf. Darauf werden zum Teil unangenehm nahe Ausschnitte von Gesichtern der SchauspielerInnen als Videoeinblendung projiziert, die schimpfend, aber auch verunsichert Kritik herausschreien: „Was du heute wieder anhast!“ „Sei nicht immer so schüchtern!“ „Du musst mehr trainieren!“ „Das ist nur etwas für Mädchen!“ Man bekommt eine Vorstellung davon, was Jugendliche den ganzen Tag zu hören bekommen und beginnt sofort sein eigenes Verhalten Kindern und Jugendlichen gegenüber zu reflektieren.

Dass dem Publikum auch etwas zugemutet werden würde, ist gleich zu Beginn deutlich: Denn bei der Begrüßung warnen zwei Schauspieler, dass dies kein Abend wird, bei dem man sich einfach gemütlich zurücklehnen könne.

Am beklemmendsten wirkt sicherlich die Szene, als der zum Insekt mutierte Gregor Samsa von seiner Familie verstoßen wird. „Es muss weg“ zischen die Darsteller in ständiger Wiederholung. Körperlich sichtbar wird dieser Gewaltakt anschließend, als Gregor auf die direkten Beschimpfungen des Vaters reagiert bis er sich schließlich, an mehreren Stellen getroffen, am Boden krümmt. Und als wäre das nicht bereits genug, wird hier noch das Publikum dazu animiert, mitzumachen. Die vorab ausgeteilten Zettel mit Begriffen kommen nun zum Einsatz und so tönt es nun nicht nur von der Bühne, sondern auch aus den Besucherreihen: „Ekelhaft!“ „Unerträglich!“ „Geschmacklos!“ Es entwickelt sich ein immer lauter werdendes Szenario der Beschimpfungen, was eine äußerst unbehagliche Stimmung erzeugt.

Doch auch die schönen Seiten einer Veränderung werden sehr eindrücklich dargeboten. Über die Verwandlung einer Raupe in einen wunderschönen Schmetterling doziert der Zehntklässler Leon Heiler, der als Professor mit schwingendem Zeigestock auf der Bühne auf und ab läuft – ein äußerst humoristischer Einschub. Aber auch die raumfüllende Projektion farbiger Tuschewolken, die mit versöhnlichen Klängen musikalisch untermalt ist und sich wie eine Decke über die zusammengesunkenen Darsteller legt, lässt eine positive Stimmung aufkommen.

Das Ende des Stücks bleibt jedoch – anders als bei Kafka – offen. Aus der grotesk im Kreis tanzenden Familie löst sich die Zehntklässlerin Ilayda Aslan und geht stark, mit einem in die Ferne gerichteten Blick von der Bühne ab und knallt die Türe hinter sich zu.

Alle Einfälle zu dieser Aufführung kamen von den SchülerInnen selbst und ein Zuschauer fasst nach einem langen Applaus zusammen, was alle denken: „Sensationell!“

Die CROSSOVER-Gruppe ist als eine von zehn Gruppen für die 61. Theatertage der bayerischen Gymnasien ausgewählt, die dieses Jahr vom 23.-26.Juli in Bamberg stattfinden.

Neu-Ulm spielt und mit dabei die BvS-Robotik-Kurse unter der Leitung von Frau Schnaubelt

 

Die traditionelle Sommersportwoche zeigte sich auch dieses Jahr wieder mit all ihren Facetten:

  • 360° Bergpanorama
  • Hüttenatmosphäre
  • Gemeinschaft
  • 10000 Quadratmeter Wald- und Wiesenfläche
  • einzigartige Bergblumen
  • Verantwortung – einer für alle – alle für einen
  • Wandern – Klettern – Bergsteigen
  • Sonne – Wolken – Wind und Wetter
  • Sport und Freizeit
  • Freunde
  • Anstrengung – Selbstvertrauen
  • Freude

   

Elisabeth Wiesner

Preise für Nachwuchs-Mathematiker und Nachwuchs-Künstler gab es wie immer beim Sommerfest.

Die Erstplatzierten beim Känguru-Mathematikwettbewerb und Frau Gruber:

Die Zweitplatzierten beim Känguru-Mathematikwettbewerb und die Organisatorin Frau Sauter:

Die Preisträger des Bertha-Boesner-Preises mit Organisatorin Frau Kindermann:

Unterstufenchor, Großer Chor, Vokalensemble, Popband und Solisten boten dem Publikum einen schwungvollen und mitreißenden Abend.

Politik im Freistaat Bayern vor Ort erfahren

Am 19. Juli 2017 besuchte die 10a sowie vier interessierte Schülerinnen der Q11 das Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in München sowie in der Staatskanzlei den Sitz der Bayerischen Staatsregierung.

Einführung im Staatsministerium

Hier erfuhren wir durch Vorträge von verschiedenen Referenten des Hauses viel über die Organisation, die Arbeitsweise und die Zuständigkeiten des Ministeriums. Zum Glück wurden wir durch eine Brotzeit gestützt, denn hier war viel Aufmerksamkeit und Mitdenken gefordert!

Am Kabinettstisch

In der Staatskanzlei durften wir die Sitzplätze des Ministerpräsidenten und seiner Minister einnehmen. Hier werden jede Woche aktuelle Probleme besprochen und Entscheidungen getroffen, die unmittelbar Auswirkungen auf alle 12 Millionen Menschen in Bayern haben. Ein eindrucksvoller Sitzungssaal.

1904 als Bayerisches Heermuseum eingeweiht, überstand der Mittelteil des Prunkbaus die Weltkriege weitgehend unbeschädigt. Nur die Seitenflügel waren durch Bombardements 1944 zerstört. Erst 1989 konnte sich die Bayerische Staatsregierung und die Stadt München auf ein Baukonzept einigen, das beide Seiten zufrieden stellte.

Ein langer und anstrengender, aber auch lehrreicher Tag ging am Kabinettstisch zu Ende. Als zukünftige mündige Staatsbürger und Wähler haben wir nun vor Ort gesehen, wo Landespolitik gestaltet wird, wer in einem Ministerium arbeitet und wie dort gearbeitet wird. Eine runde Sache!

Bild 1: Lehrerinnen und Lehrer am Eingang zum Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg
Bild 2: Mittagessen in der berühmten Mensa der Hochschule für Gestaltung (hfg), im Vordergrund Professor Otto Herz

„Fokus Frieden“, unter diesem Motto tagten Vertreter von UNESCO-Projektschulen aus ganz Deutschland vom 18. bis 22. September in der Akademie von Dillingen.

Durch Vorträge, Arbeitsgruppen und Exkursionen wurde auf der diesjährigen Bundestagung versucht, zum großen Thema „Frieden“ miteinander ins Gespräch zu kommen, seine vielfältigen Aspekte zu erschließen und für den Schulalltag umsetzbar zu machen. Den Arbeitsgruppen sind jeweils Exkursionen zugeordnet, die das entsprechende Thema vertiefen sollen. Zwei Exkursionen, die vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium geplant und betreut wurden, gingen nach Ulm auf den Kuhberg. Am Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK) waren Lehrerinnen und Lehrer zu Gast, die zu den  Arbeitsgruppen „(Neo)Nazismus und Populismus“ und „Shoa und Nationalsozialismus unterrichten: Perspektiven und Entwicklungen aus Israel und Deutschland“ gehörten. Eine zweite Gruppe, die sich mit dem Thema „Architektur und Frieden – Lebensräume gemeinsam gestalten“ beschäftigt hatte, erkundete die Hochschule für Gestaltung (hfg). Die Exkursionen beinhalteten jeweils Führungen an den entsprechenden Orten und Workshops. Am DZOK z.B. war der Workshop zum Thema „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ angesetzt. Es wurden Einblicke in die vielfältige pädagogische Arbeit der Gedenkstätte vermittelt und die Möglichkeit geboten, sich auf ganz individuelle Art diesem besonderen Ort anzunähern.

Am Ende der Veranstaltung waren die Teilnehmer_innen des Lobes voll:

Ein Geschichtslehrer meinte, er habe schon zahlreiche Gedenkstätten besucht, aber so einen intensiven Zugang habe er bisher noch nie bekommen.

MdB Katrin Albsteiger (CSU) zu Besuch bei der 10a

Im Juli 2017 besuchte die ehemalige Schülerin Katrin Albsteiger die 10a. Hier geht es zu den Eindrücken der Schüler.

Wir, die Zehntklässler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm, haben einen Vortrag der Bundestagsabgeordneten Katrin Albsteiger hören dürfen, was für uns besonders interessant war, da sie einmal selbst auf unsere Schule gegangen ist und hier 2003 ihr Abitur gemacht hat. Sogar Schülersprecherin war sie am BvS, wobei sie beispielsweise beim jährlichen Showcafe oder Weihnachtsbazar ihre Leidenschaft für das Organisieren entdeckt hat. Frau Albsteiger hat uns allerdings auch berichtet, dass sie als Schülersprecherin zum ersten Mal mit einem politischen Anliegen gescheitert ist, denn sie hat sich damals mit anderen Schülersprechern aus Schwaben gegen die Einführung des G8s eingesetzt, was aber nicht funktioniert hat. Im Jahr 2003 tritt sie der Jungen Union bei, zwei Jahre später dann der CSU. Auf unsere Frage, ob sie denn schon immer Politikerin werden wollte, erzählte sie, sie wollte eigentlich Journalistin werden, genauer gesagt Nachrichtensprecherin im Radio. Um danach ein Volontariat zu bekommen, studierte sie Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität in Augsburg. Dort hat sie sich dann immer mehr in der Hochschulpolitik engagiert.
Allerdings war einer ihrer ersten politischen Erfolge tatsächlich die Verlegung eines Briefkastens in ihrer damaligen Heimat Elchingen. Daraus wurde aber schnell viel mehr, denn so wurde sie 2011 Landesvorsitzende der Jungen Union und Mitglied im CSU-Parteivorstand. Seit 2013 ist sie nun auch hauptberuflich politisch tätig und sitzt als Abgeordnete im Bundestag, im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und im Europaausschuss. Außerdem ist sie seit 2016 als Schriftführerin im Bundestag für beispielsweise Zwischenfragen zuständig.
Auf die Frage, wie der Spagat zwischen Neu-Ulm und Berlin mit Familie zu bewältigen sei, antwortet sie nur: „Augen auf bei der Partnerwahl.“ Während sie 50% ihrer Arbeitszeit in Berlin verbringt, kümmert sich ihr Mann zu Hause in Neu-Ulm um die Kindererziehung und den Haushalt. Trotzdem ist die Trennung von ihrer Familie während der Sitzungswochen in Berlin eine emotionale Belastung für die junge Mutter.
Den kommenden Wahlen sieht sie gelassen entgegen, da sie in jedem Fall etwas gewinnen würde: entweder den Job als Abgeordnete oder mehr Zeit mit Tochter und Mann.

 

Gace Alina, Galler Elisa

US-Amerikaner zu Besuch am BvSG

Seit nunmehr neun Jahren besuchen Schülerinnen und Schüler aus den USA im Rahmen des People to People Programms auch usere Schule. People to People will der Völkerveständigung dienen und bietet den Amerikanern eine Europareise, bei der sie auch für drei Tage zu Gast bei Familien unseres Gymnasiums sind. Dieser sogenannte Homestay ist der heimliche Höhepunkt der Sightseeing-Reise und eine spannende Angelegenheit für beide Seiten. Die altersgemischte Gruppe aus 16 Gästen wurde herzlich willkommen geheißen und verbrachte vom 07.07 bis 10.07. schöne Sommertage in Neu-Ulm. Neben der Sprachpraxis in Realsituationen – die Gäste sprechen in der Regel überhaupt kein Deutsch – und dem kulturellen Austausch enstehen dabei oft langjährige Kontakte über soziale Netzwerke und manchmal auch Gegenbesuche. Trotz der bedauerlichen Kürze ist es immer wieder ein lohnender Besuch, wie auch das obige Bild vor der Abreise zeigt.

Ingo Sand

Im Juli nutzten Schüler den SMV Tag um im Landratsamt viel über Kommunalpolitik und die kommunale Verwaltung zu lernen.

Schüler im Chefsessel – Kommunalpolitik – konkret!

 

25 interessierte Schülerinnen und Schüler nahmen am SMV-Tag am Workshop der Fachschaft Sozialkunde teil, der sie diesmal ins Landratsamt führte. Der Weg zur „Kupferburg“ wurde zu Fuß zurückgelegt, um dann im großen Sitzungssaal den Landkreis und seine Aufgaben präsentiert zu bekommen. Den Besuch leitete die Museumspädagogin, Frau Moser, die von einigen Mitarbeitern im Landratsamt unterstützt wurde. Auch der Landrat, Herr Freudenberger – ein ehemaliger Kollege am Bertha-von-Suttner-Gymnasium – nahm sich die Zeit, und gab den Schülern mithilfe von Geschichtsbuch, Bauhelm und Warnweste Einblicke in die Aufgaben des Landkreises, von der Ausstattung der Schulen über die Abfallbeseitigung bis zu den Krankenhäusern und der Unterbringung von Flüchtlingen. Im Büro des Landrats durfte ein Schüler den „Chefsessel“ einnehmen und Herr Freudenberger schilderte seinen Tagesablauf. Dann jedoch rief ihn bereits ein Interview-Termin zum sogenannten „Nuxit“ und schon ging es weiter, um in Kleingruppen von verschiedenen Mitarbeitern in deren Büros Ihre Aufgabengebiete vorgestellt zu bekommen. Zurück im Sitzungssaal gaben die Berichterstatter der Gruppen dann Aufschluss über das, was sie erfahren hatten und so wurde dieser Besuch zu einem gelungenen und persönlichen Einblick in die Kommunalpolitik und ihre alltäglichen – und oft vergessenen – Leistungen. Vielen Dank an das Landratsamt für diese tolle Möglichkeit, Einblick in Verwaltung und Kommunalpolitik zu bekommen.

 

Die Wahlhelfer
In der Wahlkabine
Bei der Stimmabgabe

Die Juniorwahl 2017 am Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Die Wahl zum 19. Bundestag am 24.09.2017 steht kurz bevor und ist auch für viele noch nicht wahlberechtigte Schüler ein wichtiges Thema: Der Lehrplan des für die Zehntklässler neuen Faches Sozialkunde , welches sich zu großen Teilen mit Politik befasst, umfasst in diesem Schuljahr u. A. (Bundestags-) Wahlen, sodass dieser Themenbereich zu dem alljährlichen Methodentrainingstag am 15.09. vorgezogen wurde.

Vorab erhielten die Schüler/innen die Hausaufgabe, den Wahl-o-mat zu „befragen“, um sich schon einmal über Parteien und ihre Wahlprogramme zu informieren und ihre politische Orientierung auszuloten. Im Unterricht selbst wurde zuerst die momentane Sitzverteilung im Bundestag grafisch analysiert, bevor sich die Schüler/innen mithilfe von Arbeitsblättern das Wahlsystem mit Bedeutung der Erst-und Zweitstimme selbst erarbeiteten. Zusätzlich wurden Zitate zur Demokratie im Allgemeinen und der Zusammensetzung und den Aufgaben des deutschen Bundestages im Speziellen besprochen.

Praktisch angewandt werden konnte das erworbene Wissen bei der Juniorwahl, die beinahe analog zu einer echten Wahl ablief und bei der alle Schüler/innen der 10. und 12. Jahrgangsstufe aktuelle Kandidaten und Parteien wählen konnten. Anschließend wurden die Ergebnisse im Plenum diskutiert. Die komplexen Informationen und Hintergründe der Bundestagswahl wurden von der Fachschaft Sozialkunde souverän und spannend vermittelt und es konnte sicherlich bei einigen Schüler/innen politisches Interesse geweckt werden. – Antonia Hunnius

Hier ist das interessante Ergebnis:

Gewinner der Wahl war die CSU, eindeutiger Verlierer die SPD. Grüne und auch AfD erreichten relativ hohe Ergebnisse. Die Wahlbeteiligung lag bei 86,77%, was zunächst hoch erscheint, im Lichte der Umstände wie Anwesenheit, Aufforderung mitzumachen und „Herdentrieb“ jedoch gar nicht so hoch ist. Auch die Ergebnisse werfen vielerlei Fragen auf, denen interessant sein wird, nachzugehen.

 

 

Zum neunten Mal organisierte der Förderverein des BvSG den Ausbildungs-Berufsfindungs-Tag (ABIT).

 

Die Vorsitzende des Fördervereins, Karin Theimer, Schulleiter Mark Lörz und MdB Katrin Albsteiger (CSU) begrüßten die Schüler und Schülerinnen der 10. – 12. Jahrgangsstufen und gaben ihnen einige Tipps mit auf den Weg. Katrin Albsteiger, die bereits als Schülerin des BvSG am ABIT teilgenommen hatte, meinte, es sei wichtig, neben einem Plan A immer auch einen Plan B oder sogar C zu haben, denn: „Es kommt oft anders als man denkt.“

In persönlichen Gesprächen an 49 Ständen konnten sich die Schüler über mögliche Ausbildungsberufe und Studiengänge informieren – dies nutzten mehr als 200 Schüler des BvSG und um die 450 Schüler aus anderen Gymnasien des Landkreises.

Auch zahlreiche Vorträge boten Hilfe bei der Berufswahl.

Das Fazit einiger Elftklässler: „Alle waren sehr freundlich, die Gespräche informativ.“ „Ich habe heute Möglichkeiten entdeckt, an die ich wahrscheinlich gar nicht gedacht hätte.“

 

Download der Broschüre

Zum Schuljahr 2017/18 fand die Schülersprecherwahl in einem neuen Rahmen statt. Nach einer kurzen Einführungsrede des Schulleiters, Herrn Lörz, in der die Aufgaben und vor allem Rechte der Schülersprecher und der SMV dargelegt wurden, stellten sich die sieben Kandidaten aus den Jahrgangsstufen 9-12 der gesamten Schülerschaft in Form einer kurzen Rede vor. Anschließend füllten die Schüler die Wahlzettel vor Ort aus und warfen sie in die vorgesehenen Wahlurnen.

Gewählt wurden:

Montasar Götz, 9c, Sophia Ihle, Q12 und Katharina Löffler, Q12
Nach dem Ausscheiden der Q12er rücken Mira Vögel, Klasse 10 und Kristina Urban, Q11 nach.

Wir wünschen den neuen Schülersprechern viel Erfolg und gutes Gelingen!

In seinem Vortrag für die Eltern der 5. Klassen am 11.10.2017 gab der Diplompsychologe Helmut Schmidt, ehemaliger Leiter der Erziehungsberatungsstelle Neu-Ulm, den Eltern Tipps zur erfolgreichen Eingewöhnung ihrer Kinder am Gymnasium.

Vieles ist neu für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe: Lehrer, Umgebung, Schulfächer und die soziale Situation in der Klasse.

Die Eltern sollten laut Helmut Schmidt deshalb zu Beginn des Schuljahres besonders genau hinhören und an den Erlebnissen ihrer Kinder teilhaben, um zu erkennen, ob diese mit den neuen Anforderungen gut zurecht kommen. Dazu gehört auch, Ansprechpartner bei den Hausaufgaben und der Prüfungsvorbereitung zu sein, ohne jedoch zu viel Kontrolle auszuüben.

Grundsätzlich sollten Schüler zu Selbstständigkeit und Selbstmanagement bei den Hausaufgaben angeleitet werden, damit sie Selbstvertrauen entwickeln. Hier empfiehlt der Psychologe, dass die Schüler ihre Hausaufgaben nicht in der Nähe ihrer Eltern machen, da die Versuchung, sich schnell Hilfe zu holen, zu groß sei. Auch Rituale helfen beim Erledigen der Hausaufgaben: feste Arbeitszeiten, ausreichend Entspannung und Pausen und die genaue Planung der Reihenfolge.

Bei Problemen mit der Menge oder den Anforderungen der Hausaufgaben sei es wichtig, den Lehrkräften sofort Rückmeldung zu geben um Konflikte zu vermeiden.

 

Werke des P-Seminars Kunst waren vom 21. bis 23. Oktober in der Galerie auf der Insel in Thalfingen zu sehen.

 

Gute Kunst hat zwei Ebenen: Sie ist auf der oberflächlicheren Ebene ästhetisch anzusehen und sie hat auf tieferer Ebene einen authentischen Kern – sie entspringt einem inneren Bedürfnis des Künstlers, etwas zu kommunizieren.

Was und wie kommuniziert werden soll, variiert sehr stark:

  • Ein Werk kann seinen Ursprung im Künstler ganz direkt transportieren: Ein Gedanke, eine Fantasie, ein Gefühl, welche auf symbolische Weise für den Betrachter relativ eindeutig vermittelt werden.
  • Ein Werk kann aber auch versteckte Quellen haben, die in der Gefühls- Erfahrungs- oder Gedankenwelt des Künstlers liegen und die subtil den Materialisierungsprozess angestoßen haben, die sich aber manchmal weder dem Künstler, noch dem Betrachter eindeutig offenbaren. Das Werk ist durch den Entstehungsprozess Kaleidoskop-artig gebrochen und bleibt rätselhaft. Oft regt es so den Betrachter dazu an, unbewusst etwas von sich selbst in die Deutung hinein zu legen.

Wie eindeutig ein Werk seine Quelle übermittelt, ist kein Qualitätsmerkmal. Auch fühlt sich nicht jeder Betrachter von jedem Werk gleichermaßen angesprochen.

Wichtig ist nur der Kontakt des Künstlers mit seiner inneren Quelle. Dieser Kontakt kann bewusst oder unbewusst bestehen. Bei manchen Menschen besteht dieser Kontakt ohnehin, andere profitieren von Techniken, die sie aus dem Trubel der Welt herausführen, ihnen helfen, in ihrem Innern anzukommen.

Bei „Bilder aus dem Inneren schöpfen“ ging es darum, den suchenden, den nachspürenden Aspekt des Schöpfungsprozesses zu betonen. Es profitieren Kunstwerk – welches an Tiefe gewinnt – und Künstler/in, denn der schöpferische Prozess tut gut und es können dabei wertvolle Einsichten gewonnen werden.

Welch wertvolle Kunstwerke dabei entstanden sind, konnte man vom 21.-23. Oktober 2017 in der Galerie auf der Insel in Thalfingen bewundern. Zum Auftakt gab es eine fulminante Vernissage mit Livemusik von Alexander Hospes und Tanzeinlagen.

Lore Kindermann

Die Schüler der Klasse 10a haben im Rahmen des Projekts „Wir lesen intensiv“ mit der Südwest Presse Ulm die französischen Austauschschüler interviewt.

 

Zum 32. Mal waren französische Austauschschüler aus der Bretagne zu Besuch am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Pfuhl. Sie lernen seit 3 bzw. 5 Jahren Deutsch am Lycée Jean XXIII in Quintin und besuchten uns mit ihrem Deutschlehrer André Köhler. In einer gemeinsamen Projektstunde hatten wir Gelegenheit, die Schüler aus Frankreich zu interviewen.

Warum habt ihr Deutsch als Fremdsprache gewählt?

Meiner Schwester hat Deutsch sehr gut gefallen. Wir haben Verwandte in Deutschland. Deutsch bietet gute Voraussetzungen für die spätere Berufswahl.

Was ist schwierig an der deutschen Sprache und konntet ihr euch hier verbessern?

Schwierigkeiten bereiten die Artikel und die Deklination von Substantiven. Außerdem sprechen die Deutschen sehr schnell. Aber wir haben viel gelernt, weil man alleine in einer Familie ist und sich verständigen muss. Vor allem Wörter rund um die Mahlzeiten, wie z.B. Besteck, haben wir gelernt.

Was habt ihr in den 12 Tagen in Deutschland unternommen und was hat euch am besten gefallen?

Wir haben sehr viel gesehen: den Blautopf, Ulm und das Münster, Schloss Neuschwanstein, das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, München und das BMW-Museum, den Olympia-Turm, das Ritter-Sport-Museum, das Schulmuseum in Ichenhausen und das Steiff-Museum in Giengen.

Am besten hat uns gefallen: das Ulmer Münster, der Blick auf das verschneite Schloss Neuschwanstein und auf das Olympia-Stadion.

Wie findet ihr Ulm, bzw. deutsche Städte allgemein?

Ulm ist schön. Das Münster ist cool und es gibt viele kleine Straßen und Läden. Das ist super! Besonders hat uns auch das Fischerviertel gefallen.

Deutsche Städte sind sehr sauber, farbenfroh und schön geschmückt. In Frankreich gibt es keine Zigarettenautomaten und keine Zigarettenwerbung. In Deutschland findet man mehr Fußgängerzonen und weniger Autos und die Leute sind freundlicher. Aber es gibt auch dieselben Geschäfte, wie Pimkie.

Was sagt ihr zum deutschen Essen?

Das Essen in Deutschland war eine Umstellung. In Frankreich isst man zu anderen, festen Uhrzeiten und man isst keine Zwischenmahlzeiten. Hier essen alle bereits am Vormittag in der Pause. Sehr gut sind Brezen, Müsli und Maultaschen – das Lieblingsessen der Austauschschüler.

Wie hat es euch hier in der Schule gefallen und was ist anders am Schulsystem?

Das BvSG ist eine saubere und schöne Schule mit guter Atmosphäre. Alles ist sehr offen und hell. Die Schüler trennen hier den Müll. Die Lehrer sind sehr nett und die Distanz zwischen Schülern und Lehrern ist hier nicht so groß wie in Frankreich. Außerdem sind die Klassen am BvSG kleiner als bei uns.

Das französische und deutsche Schulsystem unterscheiden sich sehr: In Deutschland ist die Schule nicht so anstrengend, weil die Schüler nicht den ganzen Tag Unterricht haben. In Frankreich haben wir an allen Wochentagen außer Mittwoch von 8:15 – 16:45 Unterricht und müssen anschließend noch Hausaufgaben machen und lernen. Bei uns sind ca. 35 Kinder in einer Klasse. Die deutschen Schüler dürfen während des Unterrichts trinken.


Würdet ihr anderen Schülern empfehlen, an einem Schüleraustausch teilzunehmen?

Ja! Der Austausch ist eine gute Hilfe, um die Sprache zu lernen und sehr interessant, weil man andere Verhaltensweisen kennenlernt. Wir würden die Teilnahme an einem Schüleraustausch jedem empfehlen!

Das Interview führten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10a des BvSG Pfuhl.

Nach den jüngsten Zeitungsmeldungen über das eher betrübliche Abschneiden deutscher Schüler der 4. Jahrgangsstufe bei der Lesekompetenz (Iglu 2016) waren die Deutsch-Lehrkräfte des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums gespannt, was sich in den zwei Jahren gymnasialer Bildung verändert hat, denn nun traten die Klassensiegerinnen der 6. Klassen an, um in zwei Runden die Schulsiegerin zu ermitteln. Schade, dass kein Junge vertreten war. Denn wir hatten große Hoffnung, dass die Jungen die seit Jahren ansteigende Präsenz bei Klassensiegern fortsetzten.

Die Juroren waren nach der ersten Leserunde angenehm überrascht über die Lesetechnik und Interpretation der selbst gewählten Texte aus Jugendbüchern, denn die Mädchen zeigten große Lesesicherheit wie auch eine der Situation angemessene Stimmmodulation. Die Beratung der Juroren ergab noch keinen Hinweis auf eine Siegerin, wie fast immer bei bekannten Texten. Also musste der unbekannte Text Klarheit schaffen, wer in der Lage war, sicher und sinnerfassend eine Situation zu gestalten, die den Zuhörern anschaulich und eindrucksvoll dargeboten werden sollte: eine Stelle aus dem Jugendbuch „Klassenspiel“ von Celia Rees. Und diese Aufgabe meisterte Anna Hüttner (6c), wenn auch nur knapp vor den anderen Mädchen Irem Kocak (6a), Maja Fonferek (6b) und Vanessa Koch (6d), am überzeugendsten.

Unser neuer Schulleiter Herr Mark Lörz nahm hocherfreut die Siegerehrung vor und verteilte die Urkunden sowie die Büchergutscheine, um die Leseleistung zu würdigen. Vor dem obligatorischen Siegerfoto erzählte er den anwesenden Schülern und Schülerinnen sein persönliches Erlebnis, wie er beim Lesen zu verbrannten Fingern kam, weil er sich als Junge bis spät in die Nacht nicht vom Buch trennen konnte.

Wir wünschen Anna viel Erfolg beim Kreisentscheid, der erst 2018 stattfindet.

Weihnachtsstimmung pur – beim diesjährigen Bazar am 8.12.

 

Die SMV des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums veranstaltete wie jedes Jahr zwei Wochen vor Weihnachten einen Weihnachtsbazar im Schulgebäude. Mit großem Engagement halfen alle Schüler zusammen und verwandelten die Schulaula in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt, wo die Besucher Weihnachtskarten, Plätzchen, Adventskerzen, Weihnachtsschmuck und vieles mehr erwerben konnten. Bewirtet wurden die Gäste im „Café“ in der Aula und von der Tierra-AG. Aufführungen, musikalische Einlagen und eine Tombola sorgten für Unterhaltung.

In diesem Jahr wurden insgesamt 4.900 Euro eingenommen – ein riesiges Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben! Der Erlös kommt wie immer der Partnerschule in Cochabamba, Bolivien, zugute, die Kindern aus sozial schwachen Familien Bildung ermöglicht.

 

Am 13.12.17 fand das Weihnachtskonzert des BvSG in der voll besetzten katholischen Kirche in Pfuhl statt.

 

Lieder in Latein, Deutsch, Englisch und Zulu. Schüler von der 5. Klasse bis zum Abitur und Ehemalige. Klassisches und Pop. Besinnliches und Heiteres.

Einen abwechslungsreichen Abend erlebten die Zuhörer beim diesjährigen Weihnachtskonzert. Verschiedene Chöre, das Orchester, die Pop-Band, Solisten und ein Lehrer -Trio unterhielten ihr Publikum mit ergreifenden und mitreißenden Songs und Instrumentalstücken. Die von Schülerinnen eindrucksvoll vorgetragenen Texte stimmten fröhlich und nachdenklich.

„Wenn etwas mühelos erscheint, hat vorher jemand sehr viel Mühe investiert“, so Schulleiter Mark Lörz zu einem Konzert, das rundum gelungen war.