Die französichen Schüler im Interviewzurück

Die Schüler der Klasse 10a haben im Rahmen des Projekts „Wir lesen intensiv“ mit der Südwest Presse Ulm die französischen Austauschschüler interviewt.

 

Zum 32. Mal waren französische Austauschschüler aus der Bretagne zu Besuch am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Pfuhl. Sie lernen seit 3 bzw. 5 Jahren Deutsch am Lycée Jean XXIII in Quintin und besuchten uns mit ihrem Deutschlehrer André Köhler. In einer gemeinsamen Projektstunde hatten wir Gelegenheit, die Schüler aus Frankreich zu interviewen.

Warum habt ihr Deutsch als Fremdsprache gewählt?

Meiner Schwester hat Deutsch sehr gut gefallen. Wir haben Verwandte in Deutschland. Deutsch bietet gute Voraussetzungen für die spätere Berufswahl.

Was ist schwierig an der deutschen Sprache und konntet ihr euch hier verbessern?

Schwierigkeiten bereiten die Artikel und die Deklination von Substantiven. Außerdem sprechen die Deutschen sehr schnell. Aber wir haben viel gelernt, weil man alleine in einer Familie ist und sich verständigen muss. Vor allem Wörter rund um die Mahlzeiten, wie z.B. Besteck, haben wir gelernt.

Was habt ihr in den 12 Tagen in Deutschland unternommen und was hat euch am besten gefallen?

Wir haben sehr viel gesehen: den Blautopf, Ulm und das Münster, Schloss Neuschwanstein, das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, München und das BMW-Museum, den Olympia-Turm, das Ritter-Sport-Museum, das Schulmuseum in Ichenhausen und das Steiff-Museum in Giengen.

Am besten hat uns gefallen: das Ulmer Münster, der Blick auf das verschneite Schloss Neuschwanstein und auf das Olympia-Stadion.

Wie findet ihr Ulm, bzw. deutsche Städte allgemein?

Ulm ist schön. Das Münster ist cool und es gibt viele kleine Straßen und Läden. Das ist super! Besonders hat uns auch das Fischerviertel gefallen.

Deutsche Städte sind sehr sauber, farbenfroh und schön geschmückt. In Frankreich gibt es keine Zigarettenautomaten und keine Zigarettenwerbung. In Deutschland findet man mehr Fußgängerzonen und weniger Autos und die Leute sind freundlicher. Aber es gibt auch dieselben Geschäfte, wie Pimkie.

Was sagt ihr zum deutschen Essen?

Das Essen in Deutschland war eine Umstellung. In Frankreich isst man zu anderen, festen Uhrzeiten und man isst keine Zwischenmahlzeiten. Hier essen alle bereits am Vormittag in der Pause. Sehr gut sind Brezen, Müsli und Maultaschen – das Lieblingsessen der Austauschschüler.

Wie hat es euch hier in der Schule gefallen und was ist anders am Schulsystem?

Das BvSG ist eine saubere und schöne Schule mit guter Atmosphäre. Alles ist sehr offen und hell. Die Schüler trennen hier den Müll. Die Lehrer sind sehr nett und die Distanz zwischen Schülern und Lehrern ist hier nicht so groß wie in Frankreich. Außerdem sind die Klassen am BvSG kleiner als bei uns.

Das französische und deutsche Schulsystem unterscheiden sich sehr: In Deutschland ist die Schule nicht so anstrengend, weil die Schüler nicht den ganzen Tag Unterricht haben. In Frankreich haben wir an allen Wochentagen außer Mittwoch von 8:15 – 16:45 Unterricht und müssen anschließend noch Hausaufgaben machen und lernen. Bei uns sind ca. 35 Kinder in einer Klasse. Die deutschen Schüler dürfen während des Unterrichts trinken.


Würdet ihr anderen Schülern empfehlen, an einem Schüleraustausch teilzunehmen?

Ja! Der Austausch ist eine gute Hilfe, um die Sprache zu lernen und sehr interessant, weil man andere Verhaltensweisen kennenlernt. Wir würden die Teilnahme an einem Schüleraustausch jedem empfehlen!

Das Interview führten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10a des BvSG Pfuhl.