| Rede des Schulleiters anlässlich der Einweihung der neuen Aula |
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Sehr geehrte Geistlichkeit, sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Frau Mutter, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, es ist mir natürlich eine große Genugtuung, heute vor Ihnen anlässlich der abgeschlossenen Baumaßnahmen in unserer Aula und in anderen Teilen des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums zu sprechen und meine Freude darüber betonen zu können: Ja ich freue mich wirklich und ich meine, ich kann in unser aller Sinn sprechen: Wir, die gesamte Schulgemeinschaft, sind über das Geschaffene sehr glücklich. Das Ergebnis der Baumaßnahmen entspricht voll unseren Wünschen, ja, es fällt mir sogar leicht zu sagen, das Ergebnis übertrifft bei weitem unsere Erwartungen.
Da über die einzelnen Baumaßnahmen, die an verschiedenen Stellen des Hauses durchgeführt worden sind, von meinen Vorrednern bereits gesprochen wurde, werde ich mich in meinen folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf unsere neue Aula beschränken.
Situation vor den Baumaßnahmen Die nun abgeschlossenen Baumaßnahmen waren notwendig. Zwar gab es bereits davor in der früheren Aula einen kleinen Aufenthaltsraum zwischen altem Musiksaal und Mehrzweckraum. Auch gab es eine Küche, die erst vor Jahren an der Stelle des ehemaligen Fotolabors neu eingerichtet worden war. Schon frühzeitig also konnten im Hause Gerichte zubereitet und anschließend im sog. Café 13 auch eingenommen werden. Und so kann man sagen, dass das Bertha-von-Suttner-Gymnasium mit der geschilderten Ausstattung, die mein Vorgänger OStD Dr. Granzow dankenswerter Weise betrieben hatte, tatsächlich schon recht modern und zeitgemäß ausgestattet war. Aber die Kapazität der Küche und des Speiseraumes war an den Bedürfnissen des bisherigen neunjährigen und nicht des achtjährigen Gymnasiums ausgerichtet. Immer mehr Schüler verbrachten in den letzten Jahren aufgrund des zunehmenden Nachmittagsunterrichts die Mittagspause in der Schule und wollten auch hier zu Mittag essen. In dieser Situation war der zur Einnahme des Mittagessens vorgesehene Raum, jene Räumlichkeit zwischen altem Musiksaal und bisherigem Mehrzweckraum, zu klein; nicht jeder, der sich ein Mittagessen gekauft hatte, konnte hier an einem Tisch sitzend essen. Dies führte dazu, dass den Schülern erlaubt wurde, während der Mittagspause auch im Mehrzweckraum zu essen, was im Grunde für alle nicht angenehm war, weil die Tische hier Arbeitstische und nicht Esstische waren und somit auch nicht eine entsprechend gemütliche Essensatmosphäre entstehen konnte. Dieser geschilderte äußere Rahmen war im Grunde immer mehr, je älter das achtjährige Gymnasium wurde, ein Provisorium. Zu alledem kam noch, dass der Unterricht im oberen Musiksaal manchmal gestört wurde, wenn sich Schüler im sog. Café 13 aufhielten. Dennoch, und das möchte ich noch einmal betonen, war das Bertha-von-Suttner-Gymnasium durch die damals schon bestehende Küche und die kleine Mensa seiner Zeit bereits weit voraus. Andere Gymnasien konnten in der Zeit des neunjährigen Gymnasiums ihre Schüler noch nicht verköstigen. Planungsphase Sehr schnell sah ich es als Schulleiter als meine Aufgabe an, den Sachaufwandsträger davon zu überzeugen, dass das nunmehr eingeführte achtjährige Gymnasium für die Schüler eine Veränderung der bestehenden räumlichen Situation erforderte, womit die eigentliche Planungsphase begann. Diese zerfällt in zwei Abschnitte. Kennzeichen der ersten Phase war, dass Schulleitung, Personalrat und Vertreter des Landratsamtes zunächst an eine kleine Lösung dachten: So wurde beispielsweise überlegt, die bestehende Küche etwas zu vergrößern, den Mehrzweckraum nach Osten hin auszudehnen und daraus einen Speisesaal zu machen und einen Mehrzweckraum auf der Fläche des bisherigen oberen Musiksaales einzurichten. Das Problem war in diesem Zusammenhang aber, dass man keine Lösung fand, den bisherigen Musiksaal an anderer Stelle in der bestehenden Bausubstanz des Schulgebäudes unterzubringen; verschiedene Möglichkeiten wurden in diesem Zusammenhang diskutiert. Eine Lösung konnte nicht gefunden werden. Und so war es ein wirklicher Glücksfall, dass der Landkreis im Jahr 2007 Sie, Herr Architekt Schmidl, hinzugezogen hat. Dies zeigt doch, wie ernst es dem Sachaufwandsträger war, die räumliche Situation am Bertha-von-Suttner-Gymnasium einer wirklich dauerhaften Lösung zuzuführen. Sie, Herr Schmidl, haben sich die Gegebenheiten angeschaut, wir haben Ihnen den bestehenden Stand der Überlegungen geschildert, und Sie haben sich damit auseinander gesetzt, haben aber auch keine Möglichkeit gesehen, mit kleinen Umbaumaßnahmen eine sinnvolle Lösung des Raumproblems herbeizuführen. Vielmehr entwickelten Sie ein neues Konzept, das zwar aufwändiger, dafür aber der richtige Weg in die Zukunft war. Es ist Ihr Verdienst, Herr Landrat Geßner, dass Sie sofort für die neue Konzeption mit aller Vehemenz eingetreten sind, was mir persönlich auch deutlich geworden ist, als Sie in der entscheidenden Kreisausschusssitzung auf die Frage eines Abgeordneten, ob man überhaupt das Geld für die Baumaßnahmen habe, sinngemäß erwiderten, für Bildung müsse immer Geld da sein; und nach dieser Ihrer Äußerung verabschiedete der Kreisausschuss die geplanten Baumaßnahmen einstimmig. Damit begann die zweite Phase der Planungen. Der eine wesentliche Bestandteil der nun beschlossenen Lösung war die Tatsache, dass man überlegte, den oberen Musiksaal an anderer Stelle an das Haus anzubauen und auch die sonstigen kleineren Räumlichkeiten im nördlichen Teil der Aula hier völlig aufzulösen. Die zweite Besonderheit der neuen Lösung bestand darin, dass eine größere Küche im Norden an die Aula angebaut wurde und somit die Fläche der alten, kleinen Küche für den neu zu schaffenden Mehrzweckraum frei war. So war es wirklich möglich, wie wir es jetzt sehen, eine große Fläche in der Aula für einen Mensaraum, einen Aufenthalts- und einen Mehrzweckraum zu schaffen. Vorzüge durch die neue Situation Durch die Umbaumaßnahmen ist das Bertha-von-Suttner-Gymnasium fit gemacht worden für die durch das achtjährige Gymnasium vorgegebenen Bedingungen. Die bisherige Aula hat ein anderes Gesicht erhalten: Sie ist groß und hell geworden; die Glastrennwände ermöglichen den Blick von unten in die Bereiche des Mensa-, Aufenthalts- und Mehrzweckraums und vermitteln den Eindruck von räumlicher Weite und Tiefe. Weil nun auch das Tageslicht von zwei Seiten einfällt, einmal aus dem Süden, wie bisher, und, nun auch aus dem Norden, ist eine große und helle Halle entstanden. Jetzt ist tatsächlich eine Aula geschaffen worden, die diesen Namen auch wirklich verdient; im Lateinischen meint der Begriff „aula“ eine Halle, die das Zentrum, ja das Herzstück in einem Herrscherpalast war. Und so wie in einem Kaiserpalast die Aula der räumliche Mittelpunkt war, so kann heute die große Aula als das Herzstück oder der räumliche Mittelpunkt des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums verstanden werden. Dabei zerfällt die neue große Halle in zwei Teile, in eine kleinere, tiefer gelegene Fläche, die bisher schon existierte und in der Sie sitzen, und in eine neue und weitläufige, obere Fläche, in deren hinterem Teil die drei großen Einzelräume - Mensa, Aufenthalts- und Mehrzweckraum - geschaffen worden sind; diese können einerseits von einander abgetrennt und damit einzeln für sich genutzt werden; andererseits besteht auch die Möglichkeit, durch Öffnen der beweglichen Trennwände einen großen, hellen Raum für Elternversammlungen, Vorträge, Autorenlesungen etc. zu haben. Die nun geschaffenen Räumlichkeiten haben, jeder für sich oder in der Gesamtheit, eine freundliche und angenehme, äußere Atmosphäre erhalten, einmal durch die Helligkeit, andererseits durch die Farbgestaltung. Der Eindruck von Größe wird noch dadurch verstärkt, dass die gesamte Aula (alter und neuer Teil) den gleichen Boden hat. Vergangen sind die Zeiten, wo Veranstaltungen, die im unteren Teil der Aula durchgeführt wurden, auf mehrfache Weise gestört wurden: Einmal durch Kälte im Winter, weil es offensichtlich nicht einfach war, die bisherige Halle richtig zu heizen, oder durch Besucher, die durch die Aula gehen mussten, um zu Parallelveranstaltungen zu kommen.
Die neu geschaffenen großen und hellen einzelnen Räume laden wie die Aula in ihrer Gesamtheit unsere Schülerinnen und Schüler dazu ein, möglichst viel Zeit hier zu verbringen, sich beim täglichen Mittagessen und bei Gemeinschaftsveranstaltungen als große Gemeinschaft zu erleben, in der auch das Verantwortungsgefühl für das Ganze sich entwickeln wird. Hier ist ein Ort der Kommunikation zwischen Schülern untereinander und Lehrern mit Schülern geschaffen worden, ein Ort, an dem sich die Identifikation mit der Schule und das Gemeinschaftsbewusstsein weiter entwickeln können. Die Aula wird das Forum der Schulgemeinschaft sein, in dem sich schulisches Leben entfalten kann. Gestatten Sie mir, wenn ich einen etwas pathetischen Vergleich wage: Wie das Forum in der römischen Antike die Mitte einer Stadt war, so wird diese Aula die Mitte des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums sein. In der neuen Mensa werden unsere Schülerinnen und Schüler beim Essen zur Ruhe kommen und nach dem Vormittagsunterricht Kraft tanken, um dann gestärkt in den Nachmittagsunterricht zu gehen. Jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, eine Kultur des Essens in Gemeinschaft zu vermitteln. Ich persönlich freue mich darauf mit meinen Schülern am Mittagstisch zu sitzen und mir das Neueste erzählen zu lassen. Vorbei sind die Zeiten, als manche unserer Jugendlichen ihr Mittagessen auf den Stufen der Aula einnahmen. Die neue Küche kann Essen in unbegrenzter Anzahl herstellen, theoretisch 150 bis 200; konkret sind täglich zwei Hauptmahlzeiten geplant, außerdem weitere kleine Gerichte. Alle, die rechtzeitig bestellen, werden ein Essen bekommen. Ein Vorteil der neuen Küche ist auch ihre geographische Lage, eine Lage außerhalb des übrigen Schulgebäudes, was den Vorteil beinhaltet, dass die Kochgerüche nicht mehr durch das Schulgebäude ziehen und vielleicht den einen oder anderen stören. Insgesamt gesehen, hat das Bertha-von-Suttner-Gymnasium für Schüler und Eltern durch die neue Aula und den neuen Musiksaal an Attraktivität gewonnen. Ich wünsche der Schule, dass sie, ganz in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „Attraktivität“, die Menschen anziehen wird. Dankesworte An dieser Stelle meiner Ausführungen empfinde ich es als angenehme Pflicht zu danken. In diesem Zusammenhang danke ich zuallererst den Vertretern des Landkreises, allen voran Herrn Landrat Geßner. Ich darf Ihnen, sehr geehrter Herr Landrat, für all das Wohlwollen, das Sie dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium in dieser Sache entgegengebracht haben, persönlich und namens der Schulgemeinschaft unseren aufrichtigen Dank aussprechen. Ohne Ihre tatkräftige Unterstützung wären wir wahrscheinlich nicht zu diesem Ergebnis gekommen. Was hier geleistet wurde, ist tatsächlich ein herausragendes Beispiel dafür, dass sich Politik für Bildung verantwortlich fühlt. Es ist mir auch ein Bedürfnis, allen Vertretern des Landratsamtes sehr herzlich zu danken für die offene und konstruktive Art, mit der Sie immer unsere Wünsche aufgenommen haben und auch versuchten sie in unserem Sinne umzusetzen; nach dem Alphabet darf ich namentlich nennen die Herren Hartberger, Keppeler, Opitz, Seiler, Streiftau. Die entscheidende Idee, die Lösung des dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium vorgegebenen Problems, dass der großartige Ausbau der Aula nur möglich war in Verbindung mit der Errichtung eines neuen Musiksaales und einer neuen großen Küche, war Ihre Idee, Herr Architekt Schmidl. Ich danke Ihnen dafür, möchte aber auch unser aller Dank für Ihre verbindliche und immer wieder auch humorvolle Art und Weise aussprechen, mit der Sie während der Planungsphasen und Baumaßnahmen mit uns zusammengearbeitet haben und stets auch offen für unsere Ratschläge und Wünsche waren. Die Jahre gemeinsamer Arbeit mit Ihnen waren für uns alle ein Gewinn. Danken möchte ich aber vor allem auch meinen Kollegen, die mir viel Arbeit abgenommen haben, meinem Stellvertreter Herrn Schießl, meinem Mitarbeiter in der Schulleitung Herrn Gomm, dem Vorsitzenden des Personalrates Herrn Kollegen Ernst und den vielen anderen Kollegen, die sich von Fall zu Fall in die Beratungen eingeschaltet haben. Sie alle wendeten, und es ist mir ein Bedürfnis dies deutlich zu sagen, viel persönliche Zeit für das Entstehen unserer Aula auf. Ebenso danke ich dem Elternbeirat für sein Engagement während der Planungsphasen und für seinen Sachverstand bei vielen Beratungsgesprächen. Unser Hausmeister, Herr Zillober, war durch die Baumaßnahmen zeitlich am meisten belastet. Immer wurde er von den Handwerkern verlangt und musste dieses Jahr sogar seinen Sommerurlaub ausfallen lassen. Hierfür möchte ich Ihnen, Herr Zillober und Ihrer Frau, sehr herzlich danken. Danken möchte ich allen, die an der Ausgestaltung unserer heutigen Feier aktiv mitgewirkt und sie ermöglicht haben, den geislichen Herren Pfarrer Neher und Pfarrer Borchardt, der Big Band unter Herrn Kleinhans, meinen Kolleginnen Frauendienst und Lentz sowie den Solisten, Frau und Herrn Zillober für die Ausgestaltung der Aula und die Essensvorbereitung, sowie der Technik. Schlussworte: Ich hoffe und wünsche, dass die neu geschaffene Aula nunmehr von der ganzen Schulgemeinschaft angenommen wird und zwar in dem Sinne, wie ich es oben ausgeführt habe, als Sinnbild für ein ertragreiches Schulleben und eine gute Schulgemeinschaft. Schüler, Eltern und Lehrkräfte mögen sich in den neuen Räumlichkeiten wohl fühlen. Und so lassen Sie mich schließen mit einem lateinischen Satz, der alle meine Wünsche beinhaltet: „Haec aula usui iuventutis et honori orbis et urbis condita vivat et floreat in perpetuum!“(Diese Aula, die zum Nutzen der Jugend und zur Ehre des Landkreises und der Stadt gegründet wurde, möge leben und blühen bis in alle Zeiten!) Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
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| Aktualisiert ( Dienstag, 24. Januar 2012 um 13:53 Uhr ) | ||||


