Nachts im Druckhauszurück

Im Rahmen des Projekts „Wir lesen intensiv“ der Südwest Presse führt Herr Dr. Wille (ganz rechts im Bild) Schüler der Klasse 10c durch das Druckhaus Ulm Oberschwaben.

Nur in der Nacht von Samstag auf Sonntag stehen die Maschinen im Druckhaus still. In allen anderen Nächten entstehen hier ca. 140.000 Zeitungsexemplare sowie Beilagen und Prospekte. Dafür transportieren täglich drei LKW riesige Papierrollen hierher, von denen jede 1,5 Tonnen wiegt und 20 km Papier umfasst. Dass so eine Papierrolle bereits nach 15 Minuten aufgebraucht ist, können wir zunächst nicht glauben. Wir werden jedoch Zeugen eines Papierrollenwechsels, für den die Druckmaschine die Geschwindigkeit beibehält, und das rasante Tempo, mit der das Papier abgewickelt wird, überzeugt uns schließlich. Deshalb sind wir auch gar nicht mehr so überrascht über die Information, dass hier jede Nacht um die 1000 km Zeitung entstehen. Immerhin besteht diese unvorstellbare Papiermenge zu 100 % aus Recycling-Papier.

Die Arbeiter, denen wir begegnen, wirken sehr konzentriert, aber entspannt. Der heutige Druck scheint störungsfrei zu laufen. Damit dies so bleibt, werden die zwei relativ neuen Maschinen täglich gewartet. Und für alle Fälle ist ein Experte des Druckmaschinenherstellers in Augsburg rund um die Uhr ins System eingeloggt. Alles unterliegt einem streng getakteten Zeitplan.

Wir hätten allzu gerne einen Blick in die druckfrische Südwest Presse geworfen, hätten dafür aber noch länger aufbleiben müssen. Erst ab ca. 22 Uhr werden die Dateien aus der Redaktion übermittelt. Und um ca. 2.00 verlassen dann die letzten Transporter mit den Zeitungen das Druckhaus.