Romfahrt 2017zurück

Das Abenteuer Rom begann eigentlich gar nicht erst in der Stadt selbst, sondern schon im Zug. Nach einer entspannten Zugfahrt nach München ging es nämlich zwölf Stunden lang in die ewige Stadt. Durch die doch recht holprige Fahrt auf den italienischen Schienen bekamen wir zwar wenig Schlaf ab, doch angekommen fing auch schon das Programm an. Nach dem Besuch zweier Kirchen (Santa Maria Maggiore und Santa Prassede), die noch relativ nah am Bahnhof lagen, besichtigten wir San Pietro in Vincoli mit der berühmten Mosesstatue von Michelangelo und den Palatin, einen der zwei wohl berühmtesten Hügel von Rom. Hier konnte man wunderbar Ruinen von den ersten römischen Häusern und ein altes Reiterstadion sehen. Im Anschluss folgten auch gleich noch die Kapitolinischen Museen mit dem namensgebenden Berg, dem Kapitol. Als Abschluss des Tages bekamen dann endlich alle den nachzuholenden Schlaf. Doch auch dieser war schnell wieder vorüber und ein langer Fußmarsch stand uns bevor, doch wie immer mit genug Sehenswürdigkeiten währenddessen! Vom Quirinalspalast zum weltberühmten Trevi-Brunnen und Parlament bis zum Pantheon, gefolgt von einer Mittagspause bei warmen 23°C. Hiernach gab es noch Besuche bei der Piazza Navona sowie der Engelsburg (ital.: Castel Sant Angelo), bis dann schließlich eine U-Bahnfahrt zur spanischen Treppe, die gerade frisch renoviert worden war, den Abschluss bildete. Am dritten Tag stand etwas ganz Besonderes an. Eine Papstaudienz! Nachdem wir früh aufstehen, lang anstehen, zwei Sicherheitskontrollen passieren und nochmal länger warten mussten, ging es endlich los. Die einstündige Veranstaltung bestand eigentlich nur aus einem Bibeltext und einem Gruß, doch dadurch, dass diese beiden Dinge jeweils in über 20 Sprachen übersetzt wurden, war die Zeit schnell gefüllt. Abschließend kann man sagen, es war ein besonderes Erlebnis . Doch ein zweites Mal… ? Dann ging es gleich weiter: wir besuchten St. Paul vor den Mauern, eine riesige, prunkvolle Basilika, und beendeten den Tag mit einem Nachtspaziergang vom Trevi-Brunnen zur spanischen Treppe. Der vorletzte Tag stand komplett unter dem Motto: Vatikan. Angefangen mit der berühmtesten Kirche Roms, dem Petersdom. Dessen Kuppel bot einen atemberaubenden Ausblick über die ganze Stadt. Doch auch innen war einiges zu sehen! Neben der Pieta (Maria mit dem toten Jesus in ihren Armen, Marmorskulptur von Michelangelo) konnte man nämlich eine Treppe hinab in die Krypta gehen, um einen riesigen Keller mit Gräbern von unzähligen Päpsten zu besichtigen. Als Nächstes besuchten wir noch die Vatikanischen Museen mit der Sixtinische Kapelle mit dem Bild der Erschaffung Adams, wo leider das Fotografieren strengstens verboten war. Der Abend wurde schließlich in Trastevere verbracht, einem Künstlerviertel jenseits des Tibers , wo es neben einer Kirche (Santa Maria in Trastevere) auch gutes Essen gab. Und schon war der letzte Tag angebrochen, doch auch der wurde noch voll ausgefüllt bis zur Abreise. Nach einem weiteren Kirchenbesuch (Santa Maria degli Angeli) und der Kapuzinergruft mit den Gebeinen zahlreicher Verstorbener folgte nämlich noch das Highlight: das Kolosseum! Durch einen Gang in der Außenwand wurde man nach oben geführt, wo sich ein toller Anblick über diese riesige Arena bot.
Und das waren fünf Tage Rom. Wir haben viel erlebt, dazu gelernt und unternommen. Ein paar weitere Tage hätten sicher keinem geschadet, doch als wir nach der 13-stündigen, turbulenten Zugfahrt am Hauptbahnhof ankamen, war doch jeder froh!
Matthias Fischer, 9a