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Bertha von Suttner

Bertha von Suttner

Festakt zu Ehren Bertha von Suttners im Dezember 2005

Geboren am 9. Juni 1843 in Prag
Gestorben am 21. Juni 1914 in Wien

1843
Bertha von Suttner wird am 9. Juni als Bertha Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau in Prag geboren. Ihr Vater stirbt kurz vor ihrer Geburt und sie erbt sein ganzes Vermögen, das sie jedoch später verbraucht. Ihre Mutter war nicht standesgemäß mit ihm verheiratet.

1873-1875
Sie wird als Gesellschafterin und Erzieherin der vier Töchter des Freiherrn von Suttner in Wien eingestellt. Sie gibt ihnen Unterricht in Musik und Sprache. Später verliebt sie sich in den jüngsten Sohn des Hauses, Arthur Gundaccar von Suttner, und muss deshalb die Familie von Suttner verlassen.

1875
Im Herbst heiraten Bertha und Arthur von Suttner – nach einem kurzen Aufenthalt in Paris – heimlich in Wien. Arthur wird daraufhin enterbt.

1876
Das Ehepaar zieht auf Einladung einer Fürstin in den Kaukasus, wo es neun Jahre bleibt. Beide verdienen ihren Lebensunterhalt mit schriftstellerischen Arbeiten. Bertha von Suttner fokussiert sich auf soziale Missstände und verschreibt sich dem Thema Pazifismus.

1877-1878
Bertha von Suttner beginnt als Journalistin tätig zu werden und berichtet über den Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und Russland. Sie schreibt Kurzgeschichten und Essays, ihr Mann Kriegsberichte und Reisegeschichten.

1885
Sie kehren gemeinsam nach Wien zurück und versöhnen sich mit der Familie. Daraufhin beziehen sie ein Familienschloss in Harmannsdorf.

1888
Mehrere Verlage lehnen Suttners Antikriegsromane „Die Waffen nieder!“ ab.

1889
Herbst: Anonyme Veröffentlichung des utopischen Vorlesungszyklus „Maschinenalter“. Unmittelbar danach erscheint der Roman „Die Waffen nieder!“ in einer kleinen Auflage und ist so erfolgreich, dass er schon ein Jahr später ein zweites Mal aufgelegt sowie in verschiedene Sprachen übersetzt wird. Durch den Roman erlangt Bertha von Suttner große Popularität in der pazifistischen Bewegung.

1891
Suttner gründet die „Österreichische Gesellschaft der Friedensfreude“ und im Jahr darauf die „Deutsche Friedensgesellschaft“.
November: Wahl zur Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros auf dem dritten Weltfriedenskongress in Rom.

1892
Die Zeitschrift „Die Waffen nieder! Monatsschrift zur Förderung der Friedensidee“ erscheint.
August und November: Ihr Roman erscheint als Fortsetzung im „Vorwärts“. Auch in ihren weiteren Werken setzt sie sich sozialkritisch für den Pazifismus ein.

1902
10. Dezember: Tod ihres Mannes.

1905
Suttner erhält als erste Frau den von ihr angeregten Friedensnobelpreis.

1906
Eine zwölfbändige Gesamtausgabe ihrer Schriften erscheint.

1913
Verfilmung von „Die Waffen nieder!“.

1914
Bertha von Suttner stirbt am 21. Juni in Wien.